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Teilprojekt: e-codices 2017-2020

Januar 2017

Status: Laufend

Finanziert durch: swissuniversities

Beschreibung des Teilprojekts: Die anhaltende Unterstützung des Programms „Wissenschaftliche Information“ von swissuniversities wird die Verstetigung und Überführung von einem Projekt zu einem etablierten Service ermöglichen. Ferner soll die technische Infrastruktur weiter verbessert werden. Diese Weiterentwicklung wird als notwendig erachtet, um die grundlegenden technischen Entwicklungen der kommenden Jahre im Bereich der Interoperabilität mitzugestalten. Schliesslich werden weitere Teilprojekte aufgebaut, um bis 2020 die meisten aus der heutigen Sicht als forschungsrelevant geltenden Handschriften der Schweiz online zu publizieren.

Alle Bibliotheken und Sammlungen

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1720
Papier · 6 + 560 + 2 pp. · 30.5 x 19.5 cm · Kloster St. Gallen (P. Gregor Schnyder, P. Chrysostomus Stipplin) · vor 1672/um 1706 (mit Nachträgen bis 1788)
Sacrarium Sancti Galli, Bd. III: Weihen von Kirchen, Kapellen, Altären und Glocken auf dem Gebiet der Fürstabtei St. Gallen

Der überwiegend in lateinischer Sprache geschriebene Band enthält im ersten Teil (p. 1480) Informationen über die Weihen von Kirchen, Kapellen, Altären und Glocken im Kloster St. Gallen und auf dem Gebiet der Alten Landschaft (p. 1187), im Thurgau (p. 188263), im Rheintal (p. 264309) und im Toggenburg (p. 310457), ferner über die Kirchen auf St. Galler Stadtgebiet, St. Laurenzen, St. Mangen und St. Leonhard (p. 475480). Dieser Teil wurde vom St. Galler Mönch und Kustos P. Gregor Schnyder (1642–1708) um 1706 geschrieben und enthält zahlreiche Nachträge aus der Zeit bis 1788. Auf dem unpaginierten Blatt vor p. 57 findet sich eine lavierte Federzeichnung der 1661 vollendeten Turmuhr des Klosters. Der zweite Teil (p. 487556) stammt von der Hand des St. Galler Mönchs Chrysostomus Stipplin (1609–1672). Er enthält einen Kalender der Heiligenfeste für das Kloster St. Gallen, jeweils mit Angabe, wo das jeweilige Fest gefeiert wird (p. 487501), eine Liste der Kapellen und Altäre mit ihren Weihedaten (p. 501502), zwei kalendarisch geordnete Listen der Altarpatrozinien (p. 503506 und 507509), eine Übersicht über die Altäre samt den in ihnen enthaltenen Reliquien (p. 509515) sowie eine Liste aller Reliquien im Kloster und seinen Kapellen (p. 519556). Ein Ortsindex (aus der Zeit der letzten Nachträge) erschliesst den ersten Teil. (sno)

Online seit: 14.12.2018

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1721
Papier · 352 ff. · 33.5 × 20 cm · Kloster St. Gallen (P. Kolumban Brändle; Bruder Gall Beerle) · nach 1769 (Bindung: 1785)
Sacrarium Sancti Galli, Bd. IV: Beschreibung der Festlichkeiten anlässlich von Translationen von (Katakomben-)Heiligen in Kirchen und Klöster der Fürstabtei St. Gallen im 17. und 18. Jahrhundert

In diesem vorwiegend in deutscher Sprache geschriebenen Band schildern der St. Galler Kustos P. Kolumban Brändle (1720−1780) als Verfasser und Kompilator und Bruder Gall Beerle (1734−1816) als Schreiber im Band die Festlichkeiten, die rund um die Translationen von Katakombenheiligen im 18. Jahrhundert auf dem Gebiet der Fürstabtei St. Gallen stattfanden. Der allgemeinen Einleitung (fol. Vr – fol. VIIIr) folgen teilweise umfangreiche Dokumentationen über die Translationen des Benedikt ins Kapuzinerinnenkloster St. Scholastika in Rorschach 1732 (fol. IXv2v), des Justinus nach Gossau 1743 (fol. 63v68v), des Julian ins Kapuzinerinnenkloster Notkersegg 1748 (fol. 69v77v), des Valentinus nach Goldach 1761 (fol. 78v129v), des Cölestin nach Waldkirch 1763 (fol. 130v167r), der Clementia ins Benediktinerinnenkloster St. Wiborada in St. Georgen 1769 (fol. 168v226v), des Theodorus nach Neu St. Johann 1685 (fol. 228v237r), von Placidus, Felicissimus, Victor, Prosper und Redempta 1689 nach Neu St. Johann (fol. 238v246r), über das 100-Jahr-Jubiläum der Translation des Theodorus nach Neu St. Johann 1755 (fol. 247r265r) und das 100-Jahr-Jubiläum der Translation des Marinus nach Lichtensteig 1757 (fol. 266v291r) sowie über die Translation des Theodorus nach Berneck 1766 (fol. 292v352v). Die Berichte sind von Aquarellmalereien der in festliche Gewandungen gekleideten Katakombenheiligen begleitet. Überdies finden sich im Band Akten, Dokumente und Berichte über die von Rom erlangte Berechtigung, Eusebius vom Viktorsberg auf dem Gebiet der Fürstabtei St. Gallen als Heiligen verehren zu dürfen (fol. 3v54v) sowie zur Ordnung der Pankratius-Prozession in Wil im Jahre 1738 (fol. 55r62v). Im Band befindet sich auch eine mit Tinte ausgeführte, wenig bekannte Skizze der Burg Iberg bei Wattwil (fol. 238v). (smu)

Online seit: 26.09.2017

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1722
Pergament · 244 (246) + 111 (113) + 67 (72) ff. · 13.5-36.5 x 9.5-46.5 cm · Kloster St. Gallen, P. Ambrosius Epp · 1785
Sacrarium Sancti Galli, Bd. V: De sacra Suppellectili et alia („Über die heiligen Geräte“)

Das Konvolut wurde 1785 vom Custos des Klosters St. Gallen, P. Ambrosius Epp (1752–1817), zusammengestellt. Es enthält in mehreren Teilen Zeichnungen, Beschreibungen und Inventare eines Teils des St. Galler Kirchenschatzes (der sogenannten heiligen Geräte), sowie Dokumente, die im Zusammenhang damit stehen. Teil 1 (p. 1157) umfasst Federzeichnungen von Kelchen, Messkännchen, Platten, Wappen, Leuchtern etc., ferner Zeichnungen von 4 Altären. Teil 2 (fol. 1240, mit Index auf p. 161166 des ersten Teils) enthält Inventare des Kirchenschatzes aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Einige Inventare sind undatiert, andere datiert (auf 1665, 1691, 1712, 1720, 1723, 1739 und 1781). Teil 3 (fol. 1104, mit Index auf fol. 242244 des zweiten Teils) ist eine Sammlung von Dokumenten zu den zuvor behandelten Gegenständen – Rechnungen, Briefe, Tagebuchaufzeichnungen etc., weitestgehend chronologisch geordnet. Teil 4 (p. 167 und fol. 6895, mit Index auf fol. 107110 des dritten Teils) sind Privilegien und Indulgentien, handschriftlich und gedruckt.  (sno)

Online seit: 22.03.2018

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1727
Papier · II + 516 pp. · 29 x 19.5 cm · nach 1599/1. Hälfte des 17. Jahrhunderts
Kompendium der Alchemie: Aureum Vellus oder Guldin Schatz und Kunstkammer, Bücher I–III

Wörtliche Abschrift der 1598/99 bei Georg Straub in Rorschach gedruckten Bücher I–III des Kompendiums der Alchemie, Aureum Vellus oder Guldin Schatz und Kunstkammer. Die Holzschnitte im dritten Teil (Splendor Solis, p. 219270) sind als farbige Aquarelle ausgeführt und bis auf wenige Abweichungen genau nach dem Druck kopiert. Eine lavierte Federzeichnung auf p. 116 zeigt Paracelsus. (sno)

Online seit: 14.12.2018

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1759
Papier · 628 pp. · 51 x 36 cm · Kloster St. Gallen (P. Martin ab Yberg; P. Notker Grögle) · um 1770
Antiphonarium officii für die Stiftskirche St. Gallen, Winterteil

Winterteil eines grossformatigen zweibändigen Antiphonars (Sommerteil in Cod. Sang. 1760) für das Stundengebet der St. Galler Mönche, geschrieben um 1770 vom St. Galler Mönch Martin ab Yberg (1741−1777) und reich illuminiert mit kleinen, von blühenden Rokoko-Rahmen umschlungenen Aquarellmalereien von Pater Notker Grögle (1740−1816). Zeitlich umfasst dieser mit prachtvollen barocken Messingbeschlägen ausgestattete Band die Gesänge der St. Galler Mönche für die Herren- und Heiligenfeste zwischen dem ersten Adventssonntag und dem Fest Christi Himmelfahrt. Er gliedert sich in die Teile Proprium de tempore (p. 1357), Proprium sanctorum (p. 358500) und Commune sanctorum (p. 501559). Es schliessen sich Suffragien und werktägliche Antiphonen und Responsorien an (p. 560616). Nachgetragen sind Gesänge zu den Festtagen des Erzengels Gabriel und der heiligen Scholastica (p. 617626). Die Melodien sind in gotischer Hufnagelnotation auf fünf Notenlinien notiert. Der Band gelangte 1930 aus der Chorbibliothek der Kathedrale St. Gallen in die Stiftsbibliothek. (smu)

Online seit: 26.09.2017

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1760
Papier · IV + 462 pp. · 50 × 35,5 cm · Kloster St. Gallen (P. Martin ab Yberg; P. Notker Grögle) · 1770
Antiphonarium officii für die Stiftskirche St. Gallen, Sommerteil

Sommerteil eines grossformatigen zweibändigen Antiphonars (Winterteil in Cod. Sang. 1759) für das Stundengebet der St. Galler Mönche, geschrieben im Jahr 1770 (in Silber gehaltenes Chronogramm auf dem Frontispiz) vom St. Galler Mönch Martin ab Yberg (1741−1777) und reich illuminiert mit kleinen, von blühenden Rokoko-Rahmen umschlungenen Aquarellmalereien von Pater Notker Grögle (1740−1816). Zeitlich umfasst dieser mit prachtvollen barocken Messingbeschlägen ausgestattete Band die Gesänge der St. Galler Mönche im Stundengebet an Herren- und Heiligenfesten zwischen Pfingsten und dem letzten Sonntag nach Pfingsten Herren. Es sind dies die Teile Proprium de tempore (p. 1113), Proprium sanctorum (p. 114353) und Commune sanctorum (p. 354400). Es schliessen sich Suffragien und werktägliche Antiphonen und Responsorien an (p. 401431). Nachgetragen sind Gesänge an den Festtagen des heiligen Joachim und des Erzengels Raphael (p. 432440). Die Melodien sind in gotischer Hufnagelnotation auf fünf Notenlinien notiert. Der Band gelangte 1930 aus der Chorbibliothek der Kathedrale St. Gallen in die Stiftsbibliothek. (smu)

Online seit: 26.09.2017

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1762
Papier · IV + 300 pp. · 48.5 x 35 cm · Kloster St. Gallen: Dominikus Feustlin · 1757
Antiphonar, Winterteil

Winterteil eines ursprünglich auf zwei Bände angelegten und beim Binden in vier Bände aufgeteilten Antiphonars. Das Antiphonar, dessen weitere Bände in Cod. Sang. 1763, 1764 und 1795 erhalten sind, wurde geschrieben und sehr wahrscheinlich auch mit Buchschmuck versehen von P. Dominikus Feustlin (1713–1782). Sein Stil zeichnet sich durch farbintensive Rahmen aus Tausenden von kleinen Stäbchen um Initialen und Titelkartuschen aus. Titelblatt mit den Wappen von St. Gallen, St. Johann, dem Toggenburg und Abt Cölestin Gugger von Staudach (1740–1767) auf p. III. Weitere verzierte Titelkartuschen auf p. 1, 45, 48, 53, 101, 104, 162, 178, 202 und 214. Der Winterteil umfasst das Proprium de tempore für den 1. Advent bis Aschermittwoch (p. 1161), das Proprium de Sanctis für November bis Februar (p. 162213), das Commune Sanctorum (p. 214251), Votivmessen (p. 252272) und Antiphonae feriales (p. 272297). (sno)

Online seit: 22.03.2018

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1767
Pergament · IV + 556 pp. · 55.5–56 x 39.5–40 cm · um 1500/1520
Graduale de tempore

Graduale de tempore, geschrieben im Auftrag von Fürstabt Franz Gaisberg (1504–1529, Wappen p. 1) und illuminiert vom Augsburger Buchmaler Nikolaus Bertschi (Initialen, Miniaturen und Bordüren mit Ranken und Tieren). Das Spruchband auf p. 55, das mit etc. 156 endet, gibt möglicherweise einen (fehlerhaften) Hinweis auf die Datierung (1506 oder 1516?). Die Messgesänge sind in Hufnagelnotation in einem Fünfliniensystem notiert. Der Codex ist die grösste Handschrift der Stiftsbibliothek St. Gallen. Sie war ursprünglich noch grösser, die Seiten wurden aber bei einer Neubindung stark beschnitten, wie man etwa am eingefalteten unteren Rand von p. 1 oder an der beschnittenen Bordüre auf p. 444 erkennen kann. Einband mit schweren Beschlägen auf rotem Samtuntergrund. (sno)

Online seit: 22.06.2017

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1853c
Papier · 236 pp. · 10.5 x 8 cm · Kapuzinerinnenkloster Notkersegg bei St. Gallen: Br. Mathias Jansen · 1774
Br. Mathias Jansen, Deutung der Gemälde in der Kathedrale St. Gallen und Bericht über die Erhebung der Gebeine des hl. Otmar von 1774

Der kleinformatige Band enthält zwei Schriften von der Hand des Mathias Jansen, was auf p. 201 in einer Subskription von 1774 bezeugt ist. Auf pp. 7-39 beschreibt Jansen die Ausmalung der St. Galler Kathedrale im Stil einer Bestandsaufnahme Joch um Joch und Feld um Feld. Auf p. 20 wird von der Verbesserung eines Gemäldes, das Otmar und andere Heilige darstellt, berichtet. Die zweite Schrift auf pp. 40-201 versammelt historische Berichte über Leben, Nachleben und Verehrung des heiligen Otmars in Form protokollartiger Aufzeichnungen von Beschlüssen sowie Vorbereitungen und Abläufen von kultischen Handlungen, beispielsweise der Erhebung von Otmars Gebeinen 1773/1774. Auf p. 99 ist ein geschmückter Altar gezeichnet. Die Seiten pp. 202-207 enthalten spätere Zusätze von 1823 oder kurz darauf. Auf p. 39 und p. 202 finden sich sporadische Einträge (nach 1823) zu den Flachreliefs des Bildhauers Johann Christian Wentzinger, auf p. 39 auch zu den neuen Gemälden des Kunstmalers Antonio Moretto im Chor. Die Seiten pp. 1-6 und 208-236 sind leer. Aus dem Kapuzinerinnenkloster Notkersegg stammend, kam das Buch gemäss einem Vermerk auf der Innenseite des Vorderdeckels vermutlich um 1852 in den Besitz des St. Galler Bischofs Greith. Es befindet sich seit 1930 als Depositum der bischöflichen Bibliothek in der Stiftsbibliothek. (nie)

Online seit: 13.06.2019

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1902
Pergament · 394 + w–z pp. · 12.5 x 9 cm · wahrscheinlich Diözese Konstanz · 14. Jahrhundert
Psalterium/Breviarium, dominikanisch

Psalterium/Breviarium für einen dominikanischen Frauenkonvent. Es enthält auf p. 112 einen Heiligenkalender mit vielen weiblichen und einigen seltenen Heiligen. Das Vorkommen von St. Galler und Konstanzer Heiligen verweist auf Entstehung in der Diözese Konstanz. Auf p. 390393 deutsche Gebetsanweisungen. Besonders hervorzuheben sind die dreizehn Blattgold-Miniaturen und -Initialen. Der Band stammt aus dem Dominikanerinnenkloster St. Katharina auf dem Nollenberg bei Wuppenau (Thurgau), in dessen Besitz es gemäss Besitzeintrag spätestens im 16. Jahrhundert war. Seit 1930 als Depositum der bischöflichen Bibliothek St. Gallen in der Stiftsbibliothek. (sno)

Online seit: 14.12.2018

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1903
Pergament · 810 pp. · 13.5 x 9–9.5 cm · Süddeutschland (?) · zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts
Brevier (Diurnale), dominikanisch

Dominikanisches Brevier für Klosterfrauen, geschrieben wahrscheinlich in Süddeutschland. Schrift und Buchschmuck folgen Vorbildern des 14. Jahrhunderts, doch weisen die Heiligen Vinzenz Ferrer (kanonisiert 1453/54) und Katharina von Siena (kanonisiert 1461) auf Entstehung erst in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts hin. Zahlreiche Initialen mit Blattgold und Ranken als Rahmen auf p. 21 und 168 (zwei Hunde, misericordia und Justicia, jagen einen Hirsch, Verbum patris). Der Band stammt aus dem Dominikanerinnenkloster St. Katharina auf dem Nollenberg bei Wuppenau (Thurgau), in dessen Besitz es gemäss Besitzeintrag spätestens im 17. Jahrhundert war. Seit 1930 als Depositum der bischöflichen Bibliothek St. Gallen in der Stiftsbibliothek. (sno)

Online seit: 14.12.2018

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1908
Pergament · 252 pp. · 15–15.5 x 10–10.5 cm · 14. Jahrhundert
Geistliche Predigten und Reden; Der Mönch von Heilsbronn, Das Buch von den sechs Namen des Fronleichnams

Die Handschrift enthält auf p. 1140 die 14 sogenannten Hermetschwiler Predigten, einen hochalemannischen Predigtzyklus des 13. Jahrhunderts, für den sie der einzige Textzeuge ist. Der Text ist am Anfang und Ende defekt. Auf p. 141214 folgt der in deutsche Fronleichnamstraktat des „Mönchs von Heilsbronn“, eines Mönchs des zwischen Nürnberg und Ansbach gelegenen Zisterzienserklosters Heilsbronn, der wohl im 14. Jahrhundert lebte. Auf p. 214252 schliessen sich weitere geistliche Reden an. Der Band befand sich spätestens im 19. Jahrhundert im Benediktinerinnenkloster Hermetschwil (Aargau). Seit 1930 als Depositum der bischöflichen Bibliothek St. Gallen in der Stiftsbibliothek. (sno)

Online seit: 14.12.2018

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1917
Papier · 342 pp. · 20.5 x 14.5 cm · wahrscheinlich St. Gallen, Dominikanerinnenkloster St. Katharina · 15. Jh.
Compilatio Mystica (Greith’scher Traktat)

Kompilation mystischer Abhandlungen, nach dem ersten Herausgeber Carl Greith (1807–1882, Bischof von St. Gallen ab 1862) als Greith’scher Traktat bezeichnet. Die Hauptquellen des deutschen Texts sind Meister Eckhart, Johannes Tauler und Heinrich Seuse. Die am Schluss defekte Handschrift stammt aus dem Dominikanerinnenkloster St. Katharina in St. Gallen (nachmals Wil), wo sie wahrscheinlich auch geschrieben wurde. Auch der Text selbst könnte dort von einer Schreiberin des Klosters auf Grundlage einer Textsammlung kompiliert worden sein. Seit 1930 als Depositum der bischöflichen Bibliothek St. Gallen in der Stiftsbibliothek. (sno)

Online seit: 14.12.2018

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 2135
Papier · 127 pp. · 36 x 24.5 cm · Kloster St. Gallen (Joseph Adam Bürke; P. Notker Grögle) · 1774
Das Pontifikalvesperale des St. Galler Fürstabts Beda Angehrn von 1774

Das in einen repräsentativen Einband gebundene Vesperale wurde im Auftrag von Fürstabt Beda Angehrn (1767−1796) im Jahr 1774 von Joseph Adam Bürke (Chronogramm mit Schreibername auf p. 92), einem ehemaligen Absolventen des von St. Galler Mönchen geführten Gymnasiums von Neu St. Johann, geschrieben und von Pater Notker Grögle (1740−1816) mit reichem Buchschmuck versehen. Der Band enthält die Incipits der in Hufnagelnotation auf fünf Notenlinien notierten Vespergesänge (Antiphonen und Hymnen) für die Herren- und Heiligenfeste des Kirchenjahres. Er gliedert sich in die Teile Proprium de tempore (p. 136), Proprium sanctorum (p. 3780) und Commune sanctorum (p. 8192). Bis 1989 befand sich das Manuskript in der Chorbibliothek der Kathedrale St. Gallen. Anschliessend wurde es ins Archiv der Dompfarrei St. Gallen übergeführt; im Jahr 2014 gelangte das Buch in die Stiftsbibliothek St. Gallen. Der Band, dessen Grundbestand aus dem Jahr 1774 96 Seiten umfasste, war mit Sicherheit bis in die Dreissigerjahre des 20. Jahrhunderts in der Kathedrale St. Gallen in liturgischem Gebrauch. Die meisten handschriftlichen Ergänzungen und Nachträge (nach p. 97) datieren aus dem 19. Jahrhundert. Eingeklebt und eingebunden sind ebenfalls Texte aus nicht näher genannten gedruckten Liturgica des 19. und eingehenden 20. Jahrhunderts. Unter den Illustrationen bemerkenswert ist die bislang älteste bekannte bildliche Darstellung des neugebauten Gallusmünsters, der heutigen Kathedrale St. Gallen (p. 72). Auf dem Vorsatzblatt findet sich das fein gezeichnete Abtwappen von Fürstabt Beda Angehrn. (smu)

Online seit: 26.09.2017

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Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek, Cod. Don. B VI 4
Pergament · 1 f. · 41.5 x 27 cm · Fulda · ca. 1156
Fuldaer Legendar

Blatt aus dem 4. Band (Juli-August) eines ehemals sechsbändigen Fuldaer Legendars, das 1156 Rugger, Mönch des Klosters Frauenberg in Fulda (1176-1177 als Rugger II. Abt von Fulda), in Auftrag gegeben hatte. Das Fragment enthält Teile der Vita s. Amalbergae und stammt vermutlich von der Hand Eberhards von Fulda. Das Legendar wurde noch in der Mitte des 16. Jhs. von Georg Witzel (1501-1573) in Fulda benutzt und für sein Hagiologium seu de sanctis ecclesiae (Mainz 1541) sowie für seinen Chorus sanctorum omnium. Zwelff Bücher Historien Aller Heiligen Gottes (Köln 1554) ausgewertet. Es handelt sich um das einzige nachweisbare Fragment des 4. Bandes. Die übrigen erhaltenen Fragmente des Legendars befinden sich in Basel, Solothurn und Nürnberg. Sie stammen aus dem 3. (Mai-Juni) und 6. Band (November-Dezember) und zeigen, dass zumindest diese Bände schon wenig später nach Basel kamen, wo sie offenbar um 1580 makuliert wurden. (stb)

Online seit: 13.06.2019

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Tesserete, Archivio parrocchiale, codice 1
Pergament · III + 190 pp. · 31.5 x 22.5 cm · Norditalien (Mailand) · 1342
Epistolarium ambrosianum

Diese bis heute beinahe unbekannte Handschrift enthält ein Epistolar mit ambrosianischem Ritus. Es war 1342 vom Priester Giacomo de Parazo für eine dem Hl. Fermo geweihten, nicht identifizierten Kirche in Auftrag gegeben worden. Die Handschrift ist wahrscheinlich im 15./16. Jahrhundert in die ambrosianische Gegend von Tesserete (Kanton Tessin) gelangt, wo es auseinandergenommen und neu eingebunden wurde. Bei dieser Gelegenheit wurde ihm eine Testamentkopie von zweifelhafter Authentizität hinzugefügt, 1078 von Contessa aus der Stadt Mailand zugunsten der Kirche S. Stefano in Tesserete verfasst. Im 17. Jahrhundert war die Handschrift im Besitz der Notarenfamilie Verdoni, seit dem 20. Jahrhundert wird sie in der Pfarrei von Tesserete aufbewahrt. Auf der Anfangsseite wird in einer illuminierten Initiale der Heilige Ambrosius dargestellt, der Schutzpatron der Diözese von Mailand.  (ber)

Online seit: 14.12.2017

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Trogen, Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden, Fa Zellweger 90/A : 01.1
Papier · 31 ff. · 37 x 32.5 cm · Trogen · 1891
Zellweger’sche Familien-Chronik, Bd. 1

Album mit Darstellungen von Mitgliedern der Textilhandelsfamilie Zellweger von Trogen und biografischen Texten zu männlichen Repräsentanten dieser Familie. Die Zellweger prägten von der frühen Neuzeit bis Mitte des 19. Jahrhunderts die Wirtschaft und Politik von Appenzell Ausserrhoden. Victor Eugen Zellweger, der Verfasser der Texte, besorgte die Reproduktionen von Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken im Familienbesitz nach modernsten fototechnischen Verfahren. Für die kalligrafische Gestaltung und Illustration des dreibändigen Werks hatte er den St. Galler Zeichner Salomon Schlatter beauftragt. (eis)

Online seit: 29.03.2019

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Trogen, Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden, Fa Zellweger 90/A : 01.2
Papier · 26 ff. · 37 x 32.5 cm · Trogen · 1891
Zellweger’sche Familien-Chronik, Bd. 2

Album mit Darstellungen von Mitgliedern der Textilhandelsfamilie Zellweger von Trogen und biografischen Texten zu männlichen Repräsentanten dieser Familie. Die Zellweger prägten von der frühen Neuzeit bis Mitte des 19. Jahrhunderts die Wirtschaft und Politik von Appenzell Ausserrhoden. Victor Eugen Zellweger, der Verfasser der Texte, besorgte die Reproduktionen von Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken im Familienbesitz nach modernsten fototechnischen Verfahren. Für die kalligrafische Gestaltung und Illustration des dreibändigen Werks hatte er den St. Galler Zeichner Salomon Schlatter beauftragt. (eis)

Online seit: 29.03.2019

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Trogen, Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden, Fa Zellweger 90/A : 01.3
Papier · 39 ff. · 37 x 32.5 cm · Trogen · 1891
Zellweger’sche Familien-Chronik, Bd. 3

Album mit Darstellungen von Mitgliedern der Textilhandelsfamilie Zellweger von Trogen und biografischen Texten zu männlichen Repräsentanten dieser Familie. Die Zellweger prägten von der frühen Neuzeit bis Mitte des 19. Jahrhunderts die Wirtschaft und Politik von Appenzell Ausserrhoden. Victor Eugen Zellweger, der Verfasser der Texte, besorgte die Reproduktionen von Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken im Familienbesitz nach modernsten fototechnischen Verfahren. Für die kalligrafische Gestaltung und Illustration des dreibändigen Werks hatte er den St. Galler Zeichner Salomon Schlatter beauftragt. (eis)

Online seit: 29.03.2019

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Utopia, armarium codicum bibliophilorum, cod. 6 (JUD040)
Pergament · IV + 476 + IV ff. · 23.7 x 19 cm · Spanien (Kastilien?) · 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts
Bibel mit Masora Magna und Masora Parva

Sephardische Bibel auf Hebräisch, hergestellt in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts in Spanien, wahrscheinlich in Kastilien. Die Handschrift wird mit masoretischen Listen begonnen und abgeschlossen (ff. IIr-IXv und 463v bis 466v), die, von illuminierten Bordüren eingerahmt, „Teppichseiten“ bilden. Der biblische Text, auf eine oder zwei Spalten kopiert, wird von der kleinen und der grossen Masora begleitet (Regeln der rabbinischen Tradition zur Lesung und Vokalisation der Heiligen Schrift), die in winzigen Buchstaben in den Rändern und in den Spaltenzwischenräumen geschrieben wurden. Diese mikrographischen Elemente werden zum Teil in den unteren Rändern der Blätter belebt (ca. 70 Mal), oder auf allen vier Richtungen der Blätter (z.B. ff. 42r-43r, 461v-463r), wo sie grossartige geometrische Figuren und Flechtwerke bilden. Die ersten biblischen Bücher werden durch in gebräuntem Gold auf rosa und blauen Hintergrundfeldern ausgeführten und von weissen Ranken durchzogenen Überschriften eingeleitet (f. 1v/Gn, 33v/Ex, 59v/Nb, 77v/Dt, 102v/Js, 125v/Jg). Gemäss eines Besitzereintrages (f. 467v), datiert auf 1367 (?), war diese hebräische Bibel wahrscheinlich im Besitz von David ha-Cohen Coutinho, Mitglied einer Familie portugiesischer Marranos. Im 15. Jahrhundert gehörte sie Moses Abulafia, bis sie von seiner Witwe verkauft wurde, wie es der an den Beginn des Buches platzierte Kaufvertrag zeigt, datiert und signiert 1526 in Thessaloniki (f. Ir). Im 16. Jahrhundert befand sich die Bibel in den Händen des Talmudisten und Rabbiner Abraham di Boton aus Thessaloniki (f. 467v). Danach ist seine Präsenz im 19. Jahrhundert in der Synagoge Zaradel in Alexandria attestiert (R. Gottheil, „Some Hebrew Manuscripts in Cairo“ in: Jewish Quarterly Review 17, 1905, S. 648). Nachdem die Bibel in den Kunsthandel aufgenommen wurde, ist sie seit 1996 Teil einer Privatsammlung. (rou)

Online seit: 14.12.2017

Dokumente: 560, angezeigt: 501 - 520