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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 46
Pergament · 265 ff. · 34.9 x 22.9 cm · 16. Jahrhundert (ca. 1513-1521)
Cassiodorus, Variae
Eleganter, in einer humanistischen Schrift verfasster Kodex, der von Papst Leo X. († 1521) in Auftrag gegeben wurde. Das Wappen der Medici befindet sich im Zentrum der Buchdeckel des Originaleinbandes, im reichhaltigen Fries auf dem Titelbild, und in den Initialen auf f. 3v und f. 134v. Der Buchschmuck wird dem berühmten florentinischen Buchmaler Attavante degli Attavanti († 1525) oder seinem Umfeld zugeschrieben. Der Kodex stammt aus der Sammlung des Majors J.R. Abbey.
(ber)
Online seit: 2017-03-22
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 47
Pergament · I + 61 ff. · 21.2 x 13.4 cm · Ende des 15. Jahrhunderts
Catull, Carmina
Die in diesem Codex enthaltenen Carmina von Catull wurden mit einer humanistischen Kursive, welche dem Kalligraphen Ludovico Regio di Imola zugeschrieben wird, geschrieben. Das Frontispiz mit Grisaille mit Goldhöhungen ist umrahmt mit antikisierenden Motiven von Trophäen, Sphinxen und Maskaronen, während der Titel sich mit goldenen Buchstaben vom purpurroten Hintergrund abhebt. Das Wappen am unteren Rand der Seite auf einer aufgerichteten Scheibe, die von zwei Putten gehalten wird, wurde mit einer gleichen purpurroten Hintergrundfarbe überdeckt.
(ber)
Online seit: 2013-12-13
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 48
Papier · II + 247 + VI ff. · 28.7 x 19.5 cm · drittes Viertel des 15. Jahrhunderts
Chaucer, Canterbury Tales (to l. 1061)
Die Canterbury Tales von Geoffrey Chaucer, des "Vaters der englischen Dichtung", wurden zwischen 1388 und 1400 geschrieben und haben sich in ungefähr 82 Handschriften und vier Inkunabel-Ausgaben erhalten. Die Handschrift CB 48, geschrieben von einem einzigen Schreiber aus dem 15. Jahrhundert, behielt ihren aussergewöhnlichen Originaleinband aus über Holzdeckel gespanntem Veloursleder.
(fmb)
Online seit: 2008-12-09
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 49
Pergament · 150 ff. · 28 x 20 cm · um 1460
Christine von Pisan, Epitre d'Othea
Die Handschrift, die 1460 durch den bibliophilen Anton von Bourgogne in Auftrag gegeben wurde, enthält das Epître d'Othea von Christine de Pisan und ist mit rund hundert grossartigen Miniaturen verziert (vollständiger Bilderzyklus). Eine davon enthält die Dedikation des Werkes und zeigt vier Gestalten, die sich als Philipp der Gute, Karl der Kühne und die Bastarde David und Anton von Burgund identifizieren lassen.
(fmb)
Online seit: 2006-07-25
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 50
Pergament · 146 ff. · 16.5 x 11.5 cm · zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts
Cicero, De senectute, De amicitia, Paradoxa ad Brutum; Ps. Cicero, Synonyma
Der Codex enthält De senectute, De amicitia, die Paradoxa ad Brutum von Cicero, die Synonyma des Pseudo-Cicero und den anonymen Traktat De punctorum ordine. Angefertigt wurde dieser in Italien in einer humanistischen Schrift der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Das Frontispiz und die Initialen, die die verschiedenen Texte einleiten, sind von „bianchi girari“ begleitet; das Wappen auf f. 1r mit goldenem Löwen auf rotem Grund, umfasst von einem Rahmen mit Lorbeerkranz, konnte nicht identifiziert werden.
(ber)
Online seit: 2013-12-13
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 51
Pergament · I + 179 + I ff. · 27.7 x 18.5 cm · 15. Jahrhundert
Cicero, Orationes
Die Reden Ciceros wurden in dieser Handschrift in einer humanistischen Schrift des 15. Jahrhunderts kopiert. Der Buchschmuck enthält Initialen mit „bianchi girari“ auf kolorierten Grund, die die einzelnen Texte einleiten, und ein Frontispiz, dessen Buchschmuck die ganze Seite von f. 1r umfasst. In der Mitte des unteren Randes hebt sich, umgeben von einem Lorbeerkranz, das Wappen der florentinischen Familie der Medici ab, das ein noch älteres Wappen überdeckt. Die Handschrift gehörte später dem Kardinal Giovanni Salviati (1490-1553) von Florenz und dann dem Venezianischen Mönch und späteren Handschriftenhändler Luigi Celotti (1768-1848).
(ber)
Online seit: 2013-12-13
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 52
Pergament · II + 166 ff. · 19.9 x 14.7 cm · Anfang des 12. Jahrhunderts
Cicero, De Inventione
Während Cicero heute vor allem als Philosoph und Politiker wahrgenommen wird, galt er im Mittelalter in erster Linie als Lehrer der Redekunst. Davon zeugt CB 52, eine wohl aus Frankreich stammende Abschrift von «De inventione» und dem lange Cicero zugeschriebenen Werk «Rhetorica ad Herennium». Die Handschrift wird ins beginnende 12. Jahrhundert datiert.
(fmb)
Online seit: 2009-03-25
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 53
Pergament · 168 ff. · 40 x 29 cm · ca. 1470-1475
Quintus Curtius Rufus, Faits et gestes d'Alexandre
Die französische Übersetzung der Geschichte von Alexander, die dem zukünftigen Karl dem Kühnen bestimmt war, wurde von Vasco da Lucena, „Portugalois“, bestellt. Er diente der Infantin Isabelle, welche mit Philipp dem Guten verheiratet war. Der Rückgriff auf Quintus Curtius Rufus, ergänzt durch Texte von Plutarch, Valerius Maximus, Aulus Gellius oder Justin, erlaubt dem Autor, den mazedonischen Eroberer von aus der mittelalterlichen Überlieferung geerbten Legenden zu befreien. Wie ein Miroir des princes, der einen Held als Modell zeigt, ist dieser Text im Rahmen der humanistischen Bewegung entstanden, welche sich gegen Ende des Mittelalters im Umkreis der Herzöge von Burgund bildeten. Der CB 53 ist im Burgund nur einige Jahre nach der Verfassung des Textes abgeschrieben worden; er ist mit Miniaturen verziert, die im Kreis des Meisters von Margareta von York (ca. 1470-1475) entstanden.
(mes)
Online seit: 2009-12-21
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 54
Papier · 349 ff. · 30.8 X 20.1 cm · gegen 1616 (mit Zusätzen bis zum Ende des 17. Jahrhunderts)
Sammlung von Bündnissen der Bundesgenossen, sowie von Burgrechtsbündnissen und -verträgen mit der Stadt Bern
Diese Papierhandschrift enthält im ersten Teil (4r-121r) eine Reihe von Bündnissen der Eidgenossen, und im zweiten Teil (130r-290r) die Burgrechtsbündnisse und -verträge der Stadt Bern. Im letzten Teil (300v-336r) wurden zu einem späteren Zeitpunkt und von einem anderen Kopisten die Texte der im 16. und 17. Jahrhundert von den Eidgenossen oder einzelnen Kantonen mit Venedig, Savoyen und Frankreich geschlossenen Bündnisse hinzugefügt. Sowohl der Papiertyp wie auch die Schriftart weisen darauf hin, dass diese Handschrift gegen 1616 in Bern oder in einem unter Berner Herrschaft stehenden Gebiet geschrieben wurde. Auf der vorderen Innenseite befindet sich das Exlibris Baggrave Library, was sich eventuell auf die Bibliothek des Landhauses in Baggrave Hall (Leicestershire) bezieht, Sitz der Familie Burnaby, zu der auch John Burnaby (1701-74), englischer Botschafter in Bern (1743-49), gehörte. 1970 wurde die Handschrift von Martin Bodmer erworben.
(ber)
Online seit: 2019-10-10
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 55
Papier · I + 163 + I ff. · 28 x 20.5 cm · erste Hälfte des 14. Jahrhunderts
Dante, Inferno e Purgatorio (Codex Guarneri)
Der „Codex Guarneri“ wurde weniger als zwei Jahrzehnte nach dem Tod Dantes auf Papier geschrieben. Im Layout des Textes ist die Gedichtform der Terzine, der terza rima, welche von Dante eingeführt wurde, auch graphisch umgesetzt: die Initiale der ersten Verszeile jeder Terzine ist mit roter Tinte hervorgehoben. Die Handschrift enthält lateinische Glossen.
(fmb)
Online seit: 2009-03-25
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 56
Papier · 218 ff. · 32.3 x 22 cm · Ende des 14. Jahrhunderts
Dante, Commedia (Codice Ricasoli Firidolfi)
Der „Codex Ricasoli Firidolfi“, der am Ende des 14. Jahrhunderts auf Papier geschrieben wurde, ist ein wichtiger Zeuge für die Überlieferung der Commedia des Dante Alighieri. Die Initiale des einleitenden Verses zum Abschnitt der Hölle (Inferno) zeigt das berühmte Profil des Autors, umrankt von Blumen.
(fmb)
Online seit: 2007-12-20
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 57
Pergament · 82 ff. · 33.4 x 22.3 cm · 1378
Dante, Commedia, etc. (Codice Severoli)
Der Codex Severoli, der 1378 von Francesco di maestro Tura von Cesena abgeschrieben wurde, welcher Datum und Unterschrift ans Ende seines Bandes setzt, eröffnet jeden der drei Gesänge der Commedia mit einer historisierten Initiale. Einige Interlinearglossen erläutern die Verse über das Paradies.
(mes)
Online seit: 2009-12-21
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 58
Pergament · I + 264 ff. · 36.4 x 23.5 cm · 14. Jahrhundert
Dioscorides, De simplici medicina (Dioscorides alphabeticus); Rogerius de Barone, Practica (Rogerina maior); Practica parva (Rogerina minor); Galterius Agilus, Summa medicinalis, De febribus, De dosi medicinarum; Ps. Galenus, De dynamidiis
Diese Handschrift aus dem 14. Jahrhundert vereint vier Abhandlungen über die Medizin. Die abgerundete gotische Schrift stammt von verschiedenen Händen. Die wichtigsten Incipits sind mit verzierten gotischen Grossbuchstaben versehen, welche mit Filigrandekor verziert sind. Am Ende der Handschrift befinden sich verschiedene medizinische Rezepte.
(jos)
Online seit: 2010-06-02
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 59
Papier · 194 + I ff. · 20.2 x 14.7 cm · Ende des 15. Jahrhunderts
Meister Eckhart
Die Handschrift CB 59 vereinigt in einem zeitgenössischen Einband drei Manuskripte, die unabhängig voneinander abgeschrieben wurden. Alle drei sind vom alemannischen Dialekt geprägt und wurden gegen Ende des 15. Jahrhunderts erstellt. Sie bieten eine Auswahl von geschriebenen Predigten, die von Meister Eckhart oder vom Umfeld des Meisters der rheinischen Mystik geschrieben wurden. Der erste Teil könnte in einem Atelier in Konstanz oder Ravensburg ausgeführt worden sein. Er gehörte der Kartause von Buxheim. Man beachte die in die Papierblätter eingenähten Fäden, die als Buchzeichen dienten.
(mes)
Online seit: 2009-12-21
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 60/1
Papier · XXXIV + 368 + XXII pp. · 31.8 x 17.4 cm · 1762
Edda Sæmundar Sigfússonar fróða
Die Handschrift enthält einen Text der Älteren oder Poetischen Edda, die bisweilen als Sæmundar-Edda bezeichnet wird, in dem (irrigen) Glauben, sie sei von dem isländischen Priester Sæmundur Sigfússon, der als Sæmundur fróði („der Weise“) bekannt war, im späten 11. bzw. frühen 12. Jahrhundert zusammengestellt worden. Laut dem Vorwort der Handschrift wurde sie von einer Vorlage abgeschrieben, die Páll Jónsson Vídalín (1667–1727) von Árni Magnússons autographen Abschrift des Codex Regius (GKS 2365 4to) angefertigt hatte; zudem enthält sie die Texte mehrerer weiterer Gedichte, die als Teil des eddischen Korpus galten, die jedoch nicht im Codex Regius überliefert sind. In einem Nachwort heisst es, die Handschrift sei im Jahr 1762 von Halldór Bjarnason Vídalín (1736–1801) in Reykir in Miðfjörður auf der Grundlage einer Vorlage geschrieben worden, die ihm sein Vater, Bjarni Halldórsson, Amtmann von Húnavatnssýsla, zur Verfügung gestellt hatte. Ferner wird angegeben, dass die Handschrift für einen gewissen Charles Bertram, einen in Kopenhagen lebenden britischen Altertumsforscher, angefertigt wurde.
(dri)
Online seit: 2026-04-16
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 60/2
Papier · XXII + 366 + XX pp. · 31.8 x 17.4 cm · 1762
Edda Sæmundar Sigfússonar fróða
Die Handschrift enthält einen Text der Älteren oder Poetischen Edda, die bisweilen als Sæmundar-Edda bezeichnet wird, in dem (irrigen) Glauben, sie sei von dem isländischen Priester Sæmundur Sigfússon, der als Sæmundur fróði („der Weise“) bekannt war, im späten 11. bzw. frühen 12. Jahrhundert zusammengestellt worden. Laut dem Vorwort der Handschrift wurde sie von einer Vorlage abgeschrieben, die Páll Jónsson Vídalín (1667–1727) von Árni Magnússons autographen Abschrift des Codex Regius (GKS 2365 4to) angefertigt hatte; zudem enthält sie die Texte mehrerer weiterer Gedichte, die als Teil des eddischen Korpus galten, die jedoch nicht im Codex Regius überliefert sind. In einem Nachwort heisst es, die Handschrift sei im Jahr 1762 von Halldór Bjarnason Vídalín (1736–1801) in Reykir in Miðfjörður auf der Grundlage einer Vorlage geschrieben worden, die ihm sein Vater, Bjarni Halldórsson, Amtmann von Húnavatnssýsla, zur Verfügung gestellt hatte. Ferner wird angegeben, dass die Handschrift für einen gewissen Charles Bertram, einen in Kopenhagen lebenden britischen Altertumsforscher, angefertigt wurde.
(dri)
Online seit: 2026-04-16
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 61
Pergament · I + 108 + I ff. · 24.5 x 16.5 cm · ca. 1400-1405
Eike von Repgow: Sachsenspiegel
Der Sachsenspiegel Eike von Repgows ist eines der ältesten Rechtsbücher in deutscher Sprache. Die Pergamenthandschrift CB 61 wurde Anfang des 15. Jahrhunderts abgeschrieben und enthält Land- und Lehnrecht.
(fmb)
Online seit: 2007-07-31
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 62
Papier · I + 51 + I ff. · 21.1 x 15.1 cm · zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts
Geistliche Gedichte · Hartmann von Aue: Gregorius · Frauenlob: Marienleich · Meister Albrant: Roßarzneibuch (Erlauer Sammelhandschrift)
Die Papierhandschrift aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts enthält Hartmann von Aues Gregorius, Frauenlobs Marienleich und das Rossarzneibuch von Meister Albrant.
(fmb)
Online seit: 2007-12-20
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 64
Papier · 2 + 71 + 2 ff. · 21 x 14.3 cm · Ende des 15. Jahrhunderts
Euripides, Phoinissae
Nach Aischylos (Sieben gegen Theben) und Sophokles (König Oedipus) versucht Euripides, den thebanischen Mythos neu zu schreiben. Die ersten Seiten dieser Handschrift, die gegen Ende des 15. Jahrhunderts auf Papier abgeschrieben wurde, stellen den Handlungsablauf des Stücks dar, rufen das Orakel von Oedipus und das Rätsel um die Sphinx in Erinnerung, gefolgt von einer Liste der Personen. Die Seite, welche auf die Transkription des Stücks folgt, zeigt auch die Handlung von Sophokles' König Oedipus auf und weist so auf die Bezüge zwischen den zwei Meisterwerken des antiken Theaters hin.
(jos)
Online seit: 2010-06-02
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 65
Pergament · 77 ff. · 34.8 x 24.8 cm · zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts
Eusebius Caesariensis, Historia ecclesiastica · Rufinus Aquileiensis, Historia ecclesiastica (I-II)
Die Handschrift, die wahrscheinlich aus Frankreich stammt, enthält die Historia ecclesiastica des Eusebius von Caesarea in der Übersetzung von Rufinus, sowie die Bücher I-II der Fortsetzung von Rufinus.
(ber)
Online seit: 2017-03-22