Laufende Teilprojekte

Hebräische Handschriftenbibliothek der Schweiz



Beginn: September 2018
Finanziert durch: Susanne & René Braginsky Stiftung
Projektleitung: Dr. Justine Isserles

Beschreibung: Schweizweit werden heute mehrere hundert hebräische Handschriften in verschiedenen privaten und öffentlichen Sammlungen aufbewahrt. Das Projekt Hebräische Handschriftenbibliothek der Schweiz bemüht sich darum, Licht auf eine Auswahl mittelalterlicher und vormoderner hebräischer Handschriften aus Basel, Bern, Genf, St. Gallen und Zürich zu werfen, die hauptsächlich aufgrund ihres seltenen Inhalts, aber auch aufgrund ihrer kodikologischen, paläographischen und dekorativen Eigenschaften ausgewählt wurden. Die Digitalisierung sowie die wissenschaftlichen Beschreibungen dieser Handschriften auf e-codices werden zweifellos dazu beitragen, die Bedeutung dieser wertvollen, bis anhin unbekannten Textzeugen aus Schweizer Sammlungen zu unterstreichen. Dieses Projekt wird von der Susanne & René Braginsky Stiftung grosszügig unterstützt.

Liste der Handschriften

Fragmenta Bongarsiana



Beginn: März 2018
Finanziert durch: Burgerbibliothek Bern, swissuniversities, SNF

Beschreibung: In Zusammenarbeit mit der Burgerbibliothek Bern wurde die Digitalisierung von 150 Pergamentfragmenten ermöglicht. Die meisten derselben stammen aus der Sammlung Jacques Bongars (1554-1612), der wie Pierre Pithou (1539-1596) und besonders Pierre Daniel (1530-1603), mit welchem Bongars besonders stark verbunden war, ein philologisches Interesse an selten überlieferten Texten besass. Jacques Bongars und Pierre Daniel gehörten zu den ersten Gelehrten, die sich für Fragmente interessierten. Aus diesem Grunde ist die Berner Fragmentensammlung einmalig, da sie nicht nur aus Makulatur besteht, sondern auch aus einer großen Anzahl unvollständig überlieferten Handschriften, von denen zum Beispiel nur eine einzelne Lage oder ein Teil davon gesammelt wurde. Im Rahmen der Erschliessung für e-codices konnten zahlreiche Fragmente erstmals identifiziert werden. Meistens handelt es sich dabei um bekannte Texte bzw. Autoren, es gelangen aber auch spektakuläre Neufunde von bislang gänzlich unbekannten Texten zur Bibelexegese aus karolingischer Zeit. Die Sammlung wird in den nächsten Jahren parallel auf e-codices und Fragmentarium veröffentlicht.

Liste der Handschriften

Handschriften der Kartause Basel



Beginn: Sommer 2017

Beschreibung: Die Kartause St. Margarethental wurde 1401 in Kleinbasel gegründet und war bis zur Reformation ein bedeutendes geistliches und intellektuelles Zentrum mit Ausstrahlung weit über Basel hinaus. Die Bibliothek umfasste zu Beginn des 16. Jahrhunderts rund 2.000 Bücher, die nach der Aufhebung des Klosters nahezu vollständig in Besitz der Universität kamen und einen bedeutenden Grundstock der frühen Universitätsbibliothek bildeten. Darunter sind über 600 Handschriften, die gegenwärtig an der UB Basel erschlossen werden. Eine wissenschaftlich relevante Auswahl aus diesen Handschriften wird auch digitalisiert, darunter die deutschen Handschriften aus der Bibliothek der Laienbrüder sowie die Handschriften mit Texten der Basler Kartäuser.

Liste der Handschriften

Schätze aus kleinen Sammlungen



Beginn: Januar 2013 

Beschreibung: Der grösste Teil der Handschriften der Schweiz befinden sich in grösseren Sammlungen, vor allem in öffentlichen und kirchlichen Institutionen. Leicht wird dabei vergessen, dass einige der wichtigsten Quellen, die die Identität der Schweiz bestimmen, in Sammlungen liegen, die nur wenige Handschriften aufbewahren. e-codices hat sich zum Auftrag gemacht, diese bedeutenden Schätze aus kleinen Sammlungen, die im Original häufig der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, digital zu erschliessen.

Liste der Handschriften

e-codices 2017-2020



Beginn: Januar 2017

Beschreibung: Die anhaltende Unterstützung des Programms „Wissenschaftliche Information‟ von swissuniversities wird die Verstetigung und Überführung von einem Projekt zu einem etablierten Service ermöglichen. Ferner soll die technische Infrastruktur weiter verbessert werden. Diese Weiterentwicklung wird als notwendig erachtet, um die grundlegenden technischen Entwicklungen der kommenden Jahre im Bereich der Interoperabilität mitzugestalten. Schliesslich werden weitere Teilprojekte aufgebaut, um bis 2020 die meisten aus der heutigen Sicht als forschungsrelevant geltenden Handschriften der Schweiz online zu publizieren.

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Die Autographensammlung Bodmer



Beginn: Dezember 2015

Beschreibung: Die Fondation Martin Bodmer stellt im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung ihrer Sammlung zusammen mit e-codices einen neuen Teil ihrer Sammlung bereit: die modernen und zeitgenössischen Autographe (16.-20. Jahrhundert). Diese Sammlung, die während eines halben Jahrhunderts zusammengeführt wurde, enthält mehrere tausend Dokumente, unter anderem vollständige Handschriften literarischer oder wissenschaftlicher Werke, Artikel oder Briefe von Literaten, Wissenschaftlern oder Politikern sowie zahlreiche bemerkenswerte oder noch unveröffentlichte Stücke. Ebenso findet man zahlreiche Dokumente, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom berühmten Schriftsteller Stefan Zweig, selbst grosser Autographensammler, zusammengetragen wurden.

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Die Braginsky Sammlung auf e-codices



Beginn: Dezember 2014
Finanziert durch: Susanne und René Braginsky Foundation

Beschreibung: Die Sammlung hebräischer Handschriften des Zürcher Sammlers René Braginsky wird allgemein als eine der weltweit grössten privaten Sammlungen von hebräischen Handschriften angesehen. Sie enthält auch eine schöne Anzahl von erlesenen Frühdrucken. Die Sammlung umfasst nicht nur Handschriften, die vor und nach der Entstehung des Buchdrucks geschrieben wurden, sondern auch einige hundert illuminierte Heiratsurkunden und Esther-Rollen. 2009 wurden einige hundert Glanzstücke der Sammlung in einer Wanderausstellung in Amsterdam, New York, Jerusalem, Zürich und Berlin ausgestellt. Seit 2014 werden Dokumente dieser Sammlung auf e-codices publiziert. Das Projekt wird grosszügig unterstützt von der René und Susanne Braginsky Foundation.

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