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Basel, Universitätsbibliothek, B I 11
Pergament · 299 ff. · 36.5 x 27 cm · um 1460
Missale Basiliense
Missale für die Diözese Basel, entstanden um 1460. Der reich illustrierte Band war Bestandteil einer Stiftung der Witwe Margaretha Brand († 1474) an die Basler Kartause. Er wurde am Altar der heiligen Jungfrau im kleinen Kreuzgang der Kartause verwendet. Kunsthistorisch kann die Handschrift der sogenannten „Vullenhoe-Gruppe“ zugeordnet werden.
(stu)
Online seit: 2017-09-26
Basel, Universitätsbibliothek, B I 12
Pergament · 200 ff. · 35.5 x 30 cm · 11./12. und 13. Jahrhundert
Gregorius, Moralia in Iob, Bücher 1 bis 16
Erster Teil einer zweibändigen Ausgabe von Gregors Moralia in Iob. Aus der Kartause Basel, gekauft auf dem Basler Konzil. Der Hauptteil der Handschrift wurde an der Wende vom 11. zum 12. Jahrhundert geschrieben; die sich ganz vorne und ganz hinten im Band befindende Tabula wurde im 13. Jahrhundert nachgetragen. Die frühere Provenienz der Handschrift ist unklar, doch liegt eine gemeinsame Herkunft mit dem zweiten Band (B I 13a) nahe.
(stu)
Online seit: 2017-09-26
Basel, Universitätsbibliothek, B I 13a
Pergament · 252 ff. · 33-33.5 x 24 cm · Ende 12. Jahrhundert und 1463
Gregorius, Moralia in Iob, Bücher 17 bis 35
Zweiter Teil einer zweibändigen Ausgabe von Gregors Moralia in Iob. Der mit reichen Initialen ausgestaltete Band vom Ende des 12. Jahrhunderts wurde auf dem Basler Konzil für die Kartause Basel erworben und in der Kartause durch den Schreiber Heinrich von Vullenhoe ergänzt. Die Herkunft des Bandes ist unklar. Ein ausradierter Besitzeintrags eines Klosters S. Maria in Insula könnte das Praemonstratenserkloster Marienwerd in Goldern oder das Zisterzienserkloster Notre Dame de l'Ile-de-Ré bei La Rochelle bezeichnen. Der erste Band (B I 12) hat wahrscheinlich die gleiche Herkunft.
(stu)
Online seit: 2017-09-26
Basel, Universitätsbibliothek, B I 14
Pergament · 146 ff. · 36-36.5 x 26.5-27 cm · 15. Jh. / 1470
Taio Caesaraugustanus; Gregorius Magnus
Zwar fehlt ein Besitzeintrag, aber das alte Titelschild mit seiner roten Signatur sowie die Spuren einer ehemaligen Katenierung weisen den Band in die Nähe der Handschriften aus dem Basler Domstift. Auch fällt die Niederschrift des datierten zweiten Teils in die Amtszeit des bibliophilen Bischofs Johannes von Venningen (reg. 1458-1478). Der Band enthält die Sentenzen des Taio (gestorben 682) und Gregors des Grossen Evangelienpredigten und ist verschiedentlich mit kleinen Groteskfiguren, Händchen und Buchstaben mit verlängerten Schäften geschmückt.
(flr)
Online seit: 2018-06-14
Basel, Universitätsbibliothek, B I 17
Pergament · 374 ff. · 35-35.5 x 25-25.5 cm · 1437; 1436
Paulus Burgensis
Der Ende des 14. Jahrhunderts aus dem Judentum zum katholischen Glauben konvertierte Bischof Paulus von Burgos verfasste die Additiones zur Postilla Nicolaus' von Lyra und das Scrutinium scripturarum zum Beweis dafür, dass der Glaube an Christus dem literalen Verständnis des Alten Testamentes entspricht. Die Handschrift entstand 1436/37 und stammt aus dem Basler Dominikanerkloster.
(flr)
Online seit: 2016-12-20
Basel, Universitätsbibliothek, B II 3
Pergament · 238 ff. · 33.5-34 x 23.5-24 cm · Ende 12. Jh.
Psalterium cum glossa ordinaria; Cantica ad laudes et ferialia glossata
Die sparsam mit pflanzlichem und figürlichem Initialschmuck versehene Handschrift entstand Ende des 12. Jh. und gehörte der Bibliothek der Kartause Basel an. Sie enthält neben den glossierten cantica ad laudes et ferialia vor allem den Psalter mit den glossa ordinaria, dem Standardkommentar des Mittelalters zu den biblischen Texten. Die Textanordnung ist in üblicher Katenen-Art gestaltet: In der Blattmitte steht der Psalmentext, an den Rändern rundum und zwischen den Zeilen ist die Auslegung ergänzt.
(flr)
Online seit: 2018-12-14
Basel, Universitätsbibliothek, B II 5
Pergament · 233 ff. · 32.5 x 26 cm · 10. und 11. Jahrhundert
Paulusbriefe · Sedulius Scottus · Schlussbücher des Neuen Testaments
Die Handschrift ist aus drei ursprünglich selbstständigen Teilen zusammengesetzt, die auf das 10. und 11. Jahrhundert datieren. Sie enthält Paulusbriefe, die Glossen des Sedulius Scottus zu den Paulusbriefen sowie die Schlussbücher des Neuen Testaments. Das Buch wurde im 15. Jahrhundert vom Basler Domkaplan und Dompropsteischaffenden Heinrich Gügelin von Rheinfelden einem nicht näher definierten Basler Kloster geschenkt.
(stu)
Online seit: 2017-06-22
Basel, Universitätsbibliothek, B II 11
Pergament · 183 ff. · 29 x 21 cm · 9. Jahrhundert (1. Hälfte?)
Evangeliar
Das in sauberer karolingischer Buchschrift geschriebene Evangeliar ist möglicherweise im Kloster Marmoutier bei Tours entstanden. Es zeichnet sich durch reichen Initialschmuck und kunstvoll gestaltete Kanonbögen aus. Die Handschrift wurde den Basler Kartäusern im Jahr 1439 vom einstmaligen Rheinfelder Dekan Antonius Rüstmann geschenkt.
(stu)
Online seit: 2017-12-14
Basel, Universitätsbibliothek, B III 1
Pergament · 342 ff. · 36.5-37 x 26.5-27 cm · 1. Hälfte 14. Jahrhundert
Augustinus; Fulgentius; Hieronymus
Das von zwei Händen geschriebene, gewichtige Buch besteht aus mehreren Texten in gleicher, wenn auch nicht vollkommen einheitlicher Gestaltung mit Fleuronnéinitialen im sog. Oberrheinischen Stil, ähnlich den beiden ebenfalls aus dem Basler Predigerkloster stammenden Lyra-Bände B IV 3 und B V 5, aber nicht aus derselben Werkstatt. Johannes von Effringen, Prior des Konvents 1347, war der wohl erste Besitzer. Der erste der beiden Schreiber, Gerhardus, unterzeichnete für mehrere Werke des Kirchenvaters Augustinus: den Kommentar für die Stufenpsalmen, die Selbstbekenntnisse (Confessiones) in 13 Büchern, aber auch andere, kleinere Schriften, die teils nicht mehr sicher dieser Autorität zugeschrieben werden können. Diese Texte wurden von einem Korrektor durchgesehen, der die Verbesserungen jeweils am Rand in kleiner Kursive notierte, damit der Schreiber sie in einem weiteren Schritt sorgfältig ins Reine schreiben und die Vorgaben radieren würde, was nicht durchgehend geschah. Der Text des zweiten, anonymen Schreibers, ist fast fehlerfrei und schöner geschrieben. Es handelt sich um den Jeremiaskommentar des heiligen Bibelübersetzers Hieronymus.
(mag)
Online seit: 2024-09-26
Basel, Universitätsbibliothek, B III 2
Pergament · 147 ff. · 34.5 × 24 cm · 9./10. Jahrhundert
Homiliarium Pauli Diaconi
Die Handschrift enthält das Homiliar von Paulus Diaconus für die Winterzeit und wurde im 9. und 10. Jh. von verschiedenen St. Galler Kopisten geschrieben und illustriert. Sie gehörte der Basler Karthause und wurde dieser, wie B IV 26, von Pierre de la Trilline, Bischof von Lodève in der Nähe von Montpellier (1430-1441), der verschiedene Funktionen am Basler Konzil hatte, geschenkt.
(ber)
Online seit: 2013-12-13
Basel, Universitätsbibliothek, B III 7
Pergament · 165 ff. · 33.5 x 25 cm · ca. 1300
Thomas von Aquin: Summa contra gentiles
Die mit filigranen Initialen und Lombarden verzierte Pergamenthandschrift gehörte ursprünglich der Kartause Mainz und gelangte über mehrere Stationen an die Basler Kartause. Sie enthält Thomas von Aquins zwischen 1259 und 1265 entstandene Summa contra gentiles. Dieses Handbuch für christliche Missionare bietet philosophische Argumente für das Christentum und ist besonders auf die Bekehrung muslimischer und jüdischer Andersgläubiger ausgelegt; als einziges Werk der Scholastik wurde sie aus dem Lateinischen ins Hebräische übersetzt.
(mue)
Online seit: 2019-12-12
Basel, Universitätsbibliothek, B III 8
Pergament · 343 ff. · 33 × 23 cm · 14. Jahrhundert
Thomas Aquinas: Quaestiones; Quodlibeta
Die von mehrere Händen verfasste Pecienhandschrift enthält, mit kleinen Auslassungen, die Quaestiones disputatae (ohne De malo) sowie 11 Quodlibeta (Nr. 12 fehlt, ebenso Teile von Nr. 8) des Thomas von Aquin. Die Handschrift stammt aus dem Basler Dominikanerkloster und gehörte Johannes und Hugo von Münchenstein, beide zeitweilig Prioren des Basler Klosters. In den Spiegeln finden sich Urkunden des Basler Konzils von 1440.
(mit)
Online seit: 2010-12-21
Basel, Universitätsbibliothek, B III 21
Pergament · 274 ff. · 31.5 x 23 cm · 14. Jahrhundert
Jacobus de Voragine, Legenda sanctorum
Die Legenda aurea des Dominikaners Jacobus de Voragine (ca. 1228-1298) ist eine der wohl am weitesten verbreiteten geistlichen Sammlungen des Mittelalters. Die vorliegende Bologneser Handschrift aus dem 14. Jahrhundert überliefert sie zusammen mit weiteren Heiligenlegenden. Der Codex ist in einer regelmässigen italienischen Gotica geschrieben und routinemässig sorgfältig ausgestattet, eine grössere Lücke in Kapitel 145 (Michaels-Legende) wurde von einer Hand des 15. Jahrhunderts ergänzt. Der Band gehörte zur Bibliothek der Basler Kartause.
(flr)
Online seit: 2016-12-20
Basel, Universitätsbibliothek, B IV 3
Pergament · 157 ff. · 31 x 22 cm · 2. Viertel 14. Jahrhundert
Nicolaus de Lyra: Postilla super Psalmos
Die am Oberrhein entstandene Pergamenthandschrift aus dem Vorbesitz von Hugo und Johannes Münch von Münchenstein, zweier Prioren des Basler Predigerklosters, ist eine frühe Abschrift der Postilla super Psalmos des Minderbruders Nicolaus de Lyra. Die Datierung auf 1323 am Ende bezieht sich wohl auf die Vorlage oder das Werk selbst, nicht auf diesen Text. Vom gleichen Schreiber stammt noch ein weiterer Lyra-Band (Basel, UB, B V 5) mit gleichen, sehr charakteristischen Fleuronnéinitialen, mit denen der gleiche Künstler auch einige Foliobände aus dem Zisterzienserkloster Pairis in der ZHB Luzern (P 13 fol.:1, 3 und 4; Bd. 2 verbrannte 1513 in St. Urban) ausstattete, welche Hugo von Tennach 1338–1340 im Auftrag eines reichen Chorherren des Basler Hochstifts, Peter von Bebelnheim, geschrieben hatte.
(mag)
Online seit: 2024-09-26
Basel, Universitätsbibliothek, B IV 4
Pergament · 192 ff. · 34 x 25 cm · 14. Jahrhundert
Quodlibeta et Quaestiones disputatae
Die Handschrift aus dem Basler Dominikanerkloster enthält Quodlibeta und Quaestiones von Nikolaus Trivet und Thomas Sutton, zweier wichtiger Exponenten der Oxforder Dominikanerschule im ausgehenden 13. und beginnenden 14. Jahrhundert. Das dünne Pergament weist zahlreiche kleine Defekte und an manchen Stellen geflickte Risse auf, die sechste Lage ist falsch eingebunden. Die Innenseiten der Holzdeckel des ehemaligen Kettenbandes sind mit Fragmenten überzogen.
(flr)
Online seit: 2016-12-20
Basel, Universitätsbibliothek, B IV 8
Pergament · 170 ff. · 33 x 24-24.5 cm · 14. Jahrhundert
Frater Mauritius OFM: Distinctiones
Der Band aus dem Basler Dominikanerkloster enthält den zweiten Teil (Macula bis Zona) der Distinctiones sacrae scripturae des Mauritius Hibernicus, eine alphabetische Liste biblischer Begriffe mit deren verschiedenen Bedeutungen und Deutungsmöglichkeiten. Des Weiteren sind im vorderen Deckel bzw. als Schmutzblatt Fragmente aus zwei Dominicus-Viten – der des Constantinus de Urbe Vetere sowie der des Theodoricus de Apolda – eingefügt.
(mue)
Online seit: 2018-06-14
Basel, Universitätsbibliothek, B IV 11
Pergament · 217 ff. · 30 x 21 cm · 14. Jahrhundert
Sammelhandschrift (Theologie)
Sammelhandschrift aus dem Basler Dominikanerkloster, geschrieben im 14. Jahrhundert von einer Hand. Der ehemalige liber catenatus enthält einen Hohelied-Kommentar des Thomas-Schülers Aegidius Romanus (um 1243-1316), einen Kommentar des Dominikaners Nicolaus de Gorran (1232-ca. 1295) zu den kanonischen Briefen sowie eine sekundär Johannes de Sancto Geminiano (ca. 1260-ca. 1332) zugewiesene Postilla zu den Ecclesiastes.
(flr)
Online seit: 2016-12-20
Basel, Universitätsbibliothek, B IV 21
Pergament · 122 ff. · 30.5 x 21 cm · Ende 13. und Anfang 14. Jahrhundert
Postillae et Expositiones in Biblia
Mehrteilige exegetische Handschrift, geschrieben von verschiedenen Händen Ende 13. und Anfang 14. Jahrhundert. Der Band besteht aus unterschiedlich beschaffenem Pergament, ein Riss in Blatt 27 ist mit weisser und grüner Seide sorgfältig genäht. Vor allem im dritten Teil der Handschrift finden sich Notizen und Korrekturen. Der ehemalige liber catenatus stammt aus dem Basler Dominikanerkloster.
(flr)
Online seit: 2016-12-20
Basel, Universitätsbibliothek, B IV 26
Pergament · 114 + 3 ff. · 28.5 x 23 cm · 10. Jahrhundert
Homiliarium
Die von verschiedenen, sehr schwer zu unterscheidenden Kopisten im 10. Jh. geschriebene Handschrift enthält das Homiliar von Paulus Diaconus für die Winterzeit. Sie ist mit zwei interessanten ganzseitigen Federzeichnungen (6r und 68v) und zahlreichen Zierinitialen im Stil der Buchmalerei von St. Gallen geschmückt. Sie gehörte der Basler Kartause und wurde dieser, wie B III 2, von Pierre de la Trilline, Bischof von Lodève in der Nähe von Montpellier (1430-1441), der verschiedene Funktionen am Basler Konzil hatte, geschenkt.
(ber)
Online seit: 2010-02-17
Basel, Universitätsbibliothek, B IX 11
Pergament · 163 ff. · 19 x 13.5 cm · 14. Jahrhundert
Theologische Sammelhandschrift (lat.), u. a. Berthold von Nürnberg: Liber de mysteriis et laudibus intemerate Virginis Mariae, Mechthild von Magdeburg: Lux divinitatis
Diese aus mehreren Teilen zusammengesetzte theologische Sammelhandschrift aus dem Dominikanerkloster in Basel überliefert als einzige die vollständige lateinische Übersetzung des Fließenden Lichts der Gottheit Mechthilds von Magdeburg. Bemerkenswert ist diese Handschrift nicht nur wegen ihres Alters (um bzw. kurz vor 1350) sondern auch wegen der zahlreichen Marginalien, die die Kenntnis der deutschen Textversion erkennen lassen, mit der die vorliegende Abschrift der lateinischen Übersetzung des Fließenden Lichts offenbar verglichen wurde.
(nem)
Online seit: 2013-12-13