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Basel, Universitätsbibliothek, B XI 24
Pergament · 240 ff. · 11.5 x 9 cm · 15. Jh.
Brevier des Basler Steinenklosters
Das kleinformatige Brevier wurde 1932 in einem englischen Antiquariat für die Universitätsbibliothek Basel erworben. Ein mittelalterlicher Besitzeintrag fehlt, doch lässt sich die Handschrift anhand des Kalendariums und des Inhalts eindeutig im Basler Dominikanerinnenkloster St. Maria Magdalena an den Steinen verorten. Ein zusätzlicher Beleg für diese Provenienz ist die zentrale Darstellung von Maria Magdalena und ihres Salbgefässes auf mehreren der in die Handschrift eingefügten, etwas später angelegten Darstellungen aus der Passionsgeschichte. Die kunstvollen, ganzseitigen Miniaturen sind wahrscheinlich im Kontext der Observanzbewegung in spätmittelalterlichen Frauenklöstern zu sehen. Im 17. Jahrhundert wurden einzelne deutsche Gebete nachgetragen, wobei ein zeitgleicher Besitzeintrag nachweist, dass die Handschrift auch dann noch in Bezug zu den Dominikanerinnen stand.
(stu)
Online seit: 2025-08-21
Basel, Universitätsbibliothek, B XI 27
Pergament · 123 ff. · 9 x 7 cm · 1489
Gebetbuch für Gräfin Anna von Montfort-Wasserburg-Rothenfels
Die reich illustrierte Pergamenthandschrift ist 1489 in der Bodenseeregion entstanden. Es handelt sich um ein deutschsprachiges Privatgebetbuch. Der als „H.M.“ (78v) bezeichnete Auftraggeber ist höchstwahrscheinlich Hugo XV. zu Rothenfels und Wasserburg (um 1460-1519), seine Gemahlin Gräfin Anna von Montfort-Wasserburg-Rothenfels (um 1470-1531) ist die Adressatin und Besitzerin und gibt der Handschrift auch ihren heutigen Namen. Das Manuskript kam 1977 aus dem Nachlass des Basler Sammlers August Meyer (1903-1977) in die Universitätsbibliothek. 2024 wurde die Handschrift umfassend restauriert und dabei neu gebunden.
(stu)
Online seit: 2025-08-21
Basel, Universitätsbibliothek, C II 13
Pergament · 92 ff. · 40 x 27 cm · 2. Hälfte 13. Jahrhundert
Institutiones Iustiniani, cum Accursii glossa ordinaria (fine deficiente)
Das Manuskript entstand in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts und umfasst 92 Pergamentblätter mit Buchschmuck und Miniaturen. Es überliefert die Institutiones des Kaisers Justinian mit begleitendem Kommentartext (Glossa ordinaria) und ist reich verziert, u.a. mit Kleinbilder, Randzeichnungen und historischen Notizen. Das Werk befand sich im Besitz von Arnold zum Lufft, der es dem Basler Barfüßerkloster schenkte. Neben seinem juristischen Inhalt umfasst das Buch stark verblasste Notizen und Illustrationen, die das Temperamentenlehre-Schema darstellen.
(stu)
Online seit: 2025-08-21
Basel, Universitätsbibliothek, B XI 8
Pergament · 163 ff. · 11.5 x 8-8.5 cm · um 1300
Basler Liederhandschrift
Die kleinformatige Pergamenthandschrift ist als „Basler
Liederhandschrift“
bekannt und überliefert deutsche und lateinische Texte in Vers und Prosa mit
einem primär geistlichen Zuschnitt, zum Teil mit musikalischen Notationen
ergänzt. Darunter finden sich u.a. Texte von Konrad von Würzburg und Walther
von der Vogelweide. Die Handschrift wurde um 1300 geschrieben, befand sich im
15. Jahrhundert in der Kartause Basel und im 17. Jahrhundert im Besitz des
Basler Sammlers Remigius Fäsch.
(stu)
Online seit: 2017-12-14
Basel, Universitätsbibliothek, B XI 9
Pergament · 263 ff. · 11.5 x 9 cm · 1478
Meditationes de sanctis mulieribus virginibusque
Die kleinformatige Pergamenthandschrift stammt aus der Kartause Basel, wo sie im Jahr 1478 vom Schreiber Johannes Gipsmüller fertiggestellt wurde. Die zahlreichen Andachtstexte zu verschiedenen weiblichen Heiligen sind weitgehend anonym überliefert, einige – wie die zu Margareta, der Patronin der Basler Kartause – können wahrscheinlich Heinrich Arnoldi zugeschrieben werden. Verziert ist der Codex mit ganzseitigen Abbildungen von im Text behandelten Heiligen sowie zahlreichen Initialen, letztere in ganz unterschiedlichen Stilen.
(mue)
Online seit: 2020-12-10
Basel, Universitätsbibliothek, B XI 10
Pergament · 383 ff. · 12-12.5 x 8.5 cm · 2. Hälfte 14. Jh.
Sammelhandschrift (Mystik)
Der kleinformatige Sammelband überliefert zahlreiche Stücke mystischen Inhaltes, so etwa Predigten, Traktat(auszüge), Anweisungen und Sprüche unter anderem von Meister Eckhart, Heinrich von Ekkewint und Johannes von Sterngassen. Geschrieben wurde der Band von zwei verschiedenen Händen, wobei sich die erste auf Blatt 379r in Rot beklagt, dass, wer nicht schreiben könne, keine Vorstellung davon habe, wie qualvoll diese Arbeit sei. Ein Besitzeintrag von Klosterbibliothekar Georg Carpentarius (um 1487-1531) und die alte Signatur E xxvi weisen die Handschrift der Bibliothek der Basler Kartause zu. Dort gehörte sie, wie die meisten deutschsprachigen Handschriften aus der Kartause, zur Bibliothek der Laienbrüder.
(flr)
Online seit: 2019-10-10
Basel, Universitätsbibliothek, B XI 11
Pergament · 159 ff. · 12 x 8.5 cm · 15. Jh.
Deutschsprachiges Andachts- und Gebetbuch
Die kleinformatige, einfach ausgestattete Sammelhandschrift stammt aus der Basler Kartause, vermutlich aus der Bibliothek der Laienbrüder. Sie wurde geschrieben von verschiedenen Händen des 15. Jahrhunderts und enthält Busspsalmen, Meditationen, liturgische Texte, einen spirituellen Traktat, Gebete und Mariengedichte und wurde, den Gebrauchsspuren nach zu schliessen, intensiv benutzt.
(flr)
Online seit: 2018-06-14
Basel, Universitätsbibliothek, B XI 19
Pergament und Papier · 183 ff. · 10-10.5 x 7.5 cm · 2. Hälfte 15. Jahrhundert und 2. Hälfte 14. Jahrhundert
Gebet- und Andachtsbuch
Der aus ursprünglich zehn Faszikeln zusammengesetzte Sammelband ist zumindest teilweise in der Kartause Basel entstanden. Einer der Schreiber ist der aus St. Gallen stammende Bruder Hans Lesser. Die kleinformatige Handschrift war Teil der Bibliothek der Laienbrüder der Kartause Basel und überliefert diverse deutschsprachige Gebete und Andachtstexte, die sich teilweise explizit auf die Laienbrüder der Kartause beziehen.
(stu)
Online seit: 2019-12-12
Basel, Universitätsbibliothek, B XI 20
Pergament · 103 ff. · 10 x 7 cm · letztes Viertel 15. Jh.
Heinrich Arnoldi, Meditationes tres de sanctis virginibus
Die kleinformatige Handschrift aus der Kartause Basel enthält Gebete an und über die Heiligen und Märtyrerinnen Margareta von Antiochia, Barbara von Nikomedia und Katharina von Alexandria. Verfasst wurden die Meditationes vom Basler Kartäuser Heinrich Arnoldi, geschrieben wurde die kleinformatige Handschrift von seinem Mitbruder Johannes Gipsmüller.
(mue)
Online seit: 2018-06-14
Basel, Universitätsbibliothek, Bc II 5
Pergament · 337 ff. · 30 x 21 cm · 1459
Aristoteles, Mischband
Der aus der Basler Kartause stammende Mischband enthält in einem ersten Teil die aristotelische Seelenlehre De anima in der Übersetzung des Wilhelm von Moerbeke, geschrieben von dem Gelehrten Johannes Heynlin im Jahr 1459 in Paris. Der Haupttext, mit kunstvollen Initialen in Blattgold und Fleuronné geschmückt, ist dicht umgeben von kommentierenden Marginal- und Interlinearglossen in kleiner, gedrängter Semigotica. Ob die dem Band als zweiter Teil eingebundene, 1476 in Venedig gedruckte Schrift De animalibus von Aristoteles ebenfalls zur Bibliothek Heynlins gehörte, ist aufgrund des untypischen Fehlens jeder Ausstattung zumindest fraglich.
(gam/flr)
Online seit: 2015-06-25
Basel, Universitätsbibliothek, C I 1
Pergament · 343 ff. · 44 x 27 cm · 2. Hälfte des 13. Jhs.
Digestum vetus cum glossa
Juristische Handschrift aus dem Besitz des Basler
Rechtsgelehrten Arnold Zum Luft (1453-1517). Die Handschrift entstand in der 2.
Hälfte des 13. Jahrhunderts in Bologna und enthält das Digestum
vetus, den ersten Teil der spätantiken Überlieferung des geltenden
Rechts, mit den von Franciscus Accursius zusammengestellten erläuternden
Glossen. Die Handschrift weist neben einer arabischen eine römische, teilweise
vigesimale, Zählung auf.
(flr)
Online seit: 2017-09-26
Basel, Universitätsbibliothek, C I 2
Pergament · 300 ff. · 44-44.5 x 27.5 cm · 2. Hälfte des 14. Jhs.
Digestum novum cum glossa
Wie C I 1 stammt auch diese im 14. Jahrhundert in
Bologna entstandene juristische Handschrift aus dem Besitz des Arnold Zum Luft
(1453-1517). Sie enthält das Digestum novum mit den Glossen
des Accursius, also den vierten und letzten Teil des Digestenkorpus mit der
altrömischen Rechtsliteratur. Die Handschrift ist reich geschmückt mit Titelminiaturen
und figürlichen Initialen.
(flr)
Online seit: 2017-09-26
Basel, Universitätsbibliothek, C I 6
Pergament · 100 ff. · 45.5 x 28 cm · 2. Hälfte 14. Jh.
Guilelmus de Cugno: Lectura super codicem
Die von mehreren norditalienischen Händen geschriebene Handschrift überliefert die Lectura super codicem des Rechtsgelehrten Guilelmus de Cugno oder Cuneo, der 1316-1317 in Toulouse Vorlesungen hielt. Die Vorlage muss in Lagen aufgeteilt gewesen sein, jedenfalls finden sich in der Handschrift pecienähnliche Vermerke. 1383 befand sich der Band im Besitz eines konvertierenden Juden in Trier und gelangte später in die Bibliothek der Kartause Basel.
(flr)
Online seit: 2018-06-14
Basel, Universitätsbibliothek, C I 16
Pergament · 96 ff. · 38.5 x 26 cm · 14. Jahrhundert
Iohannes Andreae, Super librum sextum decretalium
Die Pergamenthandschrift aus dem 14. Jahrhundert
enthält die Kommentare des Rechtsgelehrten und Kanonisten Johannes Andreae (um
1270-1348) zum Liber Sextus Decretalium Bonifacii, dem
dritten Teil des Corpus iuris canonici. Der Band gelangte
während des Konzils (1431-1449) in die Kartause Basel.
(flr)
Online seit: 2017-09-26
Basel, Universitätsbibliothek, C I 21
Papier · 355 ff. · 40-41 x 28.5-29 cm · 1439
Dominicus de S. Geminiano, Lectura super VI, pars 1
Kanonistische Handschrift mit der Lectura
super librum sextum Decretalium von Dominicus de Sancto Geminiano.
Geschrieben wurde der Band 1439 von Johannes Berwenstein für den an der Basler
Konzilsuniversität lehrenden Peter Zum Luft, der seine umfangreiche
Büchersammlung später seinem Neffen Arnold Zum Luft vermachte.
(flr)
Online seit: 2017-09-26
Basel, Universitätsbibliothek, C II 1
Papier · 309 ff. · 41 x 28.5 cm · 2. Viertel des 15. Jhs.
Iohannes de Imola, Lectura super Clementinas
Die Handschrift aus dem 2. Viertel des 15. Jahrhunderts enthält die Lectura super Clementinas von Johannes de Imola und stammt aus der umfangreichen Bibliothek des Basler Juristen Arnold Zum Luft (1453-1517). Der Band, ein ehemaliger catenatus, enthält Initialen von derselben Hand, wie sie auch in C I 21 am Werk war.
(flr)
Online seit: 2017-09-26
Basel, Universitätsbibliothek, C II 10
Pergament · 141 ff. · 37 x 26 cm · 1. Hälfte 14. Jh.
Bernardus de Montemirato: Lectura super Decretales
Kanonistische und Rechtsschriften wurden aus Effizienzgründen oft im
Pecia-Verfahren vervielfältigt, indem eine Vorlage in Lagen getrennt und auf
mehrere Abschreiber verteilt wurde. So ist auch der vorliegende
Dekretalenkommentar eines erst spät als Bernardus de Montemirato
identifizierten „Abbas antiquus“ in drei Teilen entstanden. Die sparsam
geschmückte Handschrift ist in einer rasch geschriebenen littera bononiensis
geschrieben und gehörte der Bibliothek der Kartause Basel an.
(flr)
Online seit: 2017-12-14
Basel, Universitätsbibliothek, C II 28
Papier · 192 ff. · 29.5 x 21 cm · ca. 1471
Petrus de Andelo
Während der Jahre 1470 bis 1475 besuchte Jakob Lauber, der spätere Vorsteher der Basler Kartause und ihrer reich dotierten Bibliothek, an der neu gegründeten Universität Basel Vorlesungen bei dem bekannten Dekretisten Peter Andlau, wovon etwa die Mitschriften aus dem Jahr 1471 zu den Conclusiones Clementinarum und zum Liber sextus Bonfaz' VIII. zeugen.
(gam/flr)
Online seit: 2015-03-19
Basel, Universitätsbibliothek, C V 16
Pergament · 266 ff. · 24.5 x 16 cm · Anfang 14. Jh.
Godefridus de Trano: Summa super rubricis decretalium
Die Handschrift, ein Sammelband juristischen Inhaltes, enthält als Haupttext die Summa super rubricis decretalium des italienischen Rechtsgelehrten Godefridus de Trano (gest. 1245). Es handelt sich dabei um ein Lehrbuch zu der von Papst Gregor IX. in Auftrag gegebenen Dekretalensammlung, das weite Verbreitung fand. Der Text wird geschmückt und ergänzt durch fünf kleine figürliche Initialen wohl französischer Herkunft.
(flr)
Online seit: 2018-03-22
Basel, Universitätsbibliothek, C V 28
Papier · 498 ff. · 21 x 14 cm · 1435-1439
Johannes Wydenroyd, Manuale rotae concilii Basiliensis, pars 2
Nicht ohne dadurch in Konkurrenz zur kurialen Gerichtsinstanz zu treten, beanspruchte das Basler Konzil (1431-1449) eine der römischen Rota nachgebildete konziliare Gerichtskompetenz. Die verhandelten Prozesse wurden von Rotanotaren protokolliert, so in dieser von Johannes Wydenroyd während des Zeitraums vom 15. März 1435 bis zum 13. Juni 1439 verfassten Handschrift. Es handelt sich um den mittleren Band von drei noch erhaltenen Rotamanualen des Basler Konzils.
(gam/flr)
Online seit: 2015-06-25