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Basel, Universitätsbibliothek, B VIII 9
Pergament · 70 ff. · 21 x 15 cm · 10. und 9. Jahrhundert
Augustinus, Epistolae et tractatus aliquot
Die beiden mehr als 1000 Jahre alten, aber vielleicht erst im 15. Jahrhundert zusammengebundenen Teile dieser Handschrift stammen aus dem Kloster Murbach und gelangten möglicherweise mit Conrad Pellikan in das Basler Barfüsserkloster. Wie die wenigen übrigen aus diesem Konvent überlieferten Bände ist auch diese Sammlung von Schriften des Kirchenvaters Augustinus keine typische Franziskanerhandschrift. Teil 1 enthält einen Text des katalogartigen, von Briefen zu seiner Entstehungsgeschichte eingeleitenten Buchs De haeresibus ad Quodvultdeum, geschrieben um 429, sowie eine Regula ancillarum (Brief 211). Teil 2 ist einer der beiden ältesten Überlieferungsträger der um 395 entstandenen Abhandlung über den freien Willen (De libero arbitrio), jedoch beschränkt auf Buch 1: Unde malum.
(mag)
Online seit: 2025-08-21
Basel, Universitätsbibliothek, B V 5
Pergament · 97 ff. · 27.5 x 19.5 cm · 2. Viertel 14. Jahrhundert
Nicolaus de Lyra: Postilla super aliquot scripta Novi testamenti
Der von dem gleichen Kopisten wie die Postilla super Psalmos aus derselben Bibliothek (B IV 3) geschriebene Band mit Postillen des Nikolaus de Lyra zu neutestamentlichen Texten, der Apostelgeschichte, den sog. Katholischen Briefen und der Apokalypse, ist auch wie jener mit Fleuronné-Initialen im sog. Oberrheinischen Stil ausgestattet und hatte überdies die gleichen Vorbesitzer, Hugo und Johannes Münch von Münchenstein, Angehörige des Basler Predigerklosters und Zeitgenossen des Autors der Bibelkommentare. Hugo, mehrmals als Prior nachgewiesen, und Nikolaus, der Meister des Wortsinns, starben wahrscheinlich beide im gleichen Jahr 1349, während Johannes, Hugos jüngerer Bruder, 1365 auch noch Prior wurde.
(mag)
Online seit: 2024-09-26
Basel, Universitätsbibliothek, B V 13
Pergament · 100 ff. · 28.5 x 24 cm · 9. Jh.
Iohannes Cassianus: Collationes Patrum, pars I
Der Band stammt aus der Bibliothek der Basler Kartause und enthält den ersten Teil der Collationes Patrum des Iohannes Cassianus (360/365-432/435). Ausserdem finden sich darin allerlei Exzerpte zu Leben und Werk Cassians aus verschiedenen Quellen sowie ein Schreiben zur Lebensweise im Kloster Montecassino unter Abt Desiderius (1058-1087). Die Handschrift ist in Lorsch entstanden und bildet mit B V 14 eine Einheit. Sie weist Nachträge und Benutzungsspuren bis ins 15. Jahrhundert auf.
(flr)
Online seit: 2017-12-14
Basel, Universitätsbibliothek, B V 14
Pergament · 64 ff. · 28.5 x 24 cm · 9. Jh.
Iohannes Cassianus: Collationes Patrum, pars II
Ebenso
wie Band B V 13, mit dem die Handschrift eine Einheit bildet, ist sie im 9.
Jahrhundert in Lorsch entstanden und später in das Basler Kartäuserkloster
gelangt. Sie enthält den zweiten Teil der Collationes Patrum
des Iohannes Cassianus (360/365-432/435), der Gespräche Cassians mit den Vätern
der Wüste. Im Vergleich zu B V 13 finden sich relativ wenig Korrekturen und
Anmerkungen.
(flr)
Online seit: 2017-09-26
Basel, Universitätsbibliothek, B V 16
Pergament · 83 ff. · 26.5-27 x 14.5-15 cm · 1. Hälfte 9. Jh.
Epiphanius Latinus (?), Interpretatio evangeliorum (Kap. 18-62)
Die einem Epiphanius Latinus zugeschriebene Interpretatio evangeliorum ist eine zwischen dem 7. und dem 8. Jh. zusammengestellte Kompilation von Exzerpten aus dem Evangelienkommentar Fortunatians von Aquileia und aus einer Predigtsammlung eines italienischen Autors der Spätantike (der vielleicht den Namen Epihanius getragen hat). Die vorliegende Handschrift aus der Kartause Basel enthält mit den Kapiteln 18-62 lediglich den homiletischen Teil (ohne Einleitung).
(flr)
Online seit: 2017-12-14
Basel, Universitätsbibliothek, B V 32
Pergament · 87 ff. · 26 x 18.5-19 cm · 13./14. Jahrhundert
Sammelhandschrift
Die mehrfach umsignierte Handschrift aus der Basler Kartause bestand ursprünglich aus drei selbstständigen Teilen. Der erste, homiletische Teil umfasst eine Reihe von Sermones und wortdeutenden Expositiones zu den Tagesevangelien, der zweite Teil besteht aus einem Traktat des Augustinereremiten Heinrich von Friemar (1245-1340) zu den zehn Geboten und einem anonymen Kommentar zur lateinischen Fassung des Physiologus Theobaldi. Im dritten Teil der Handschrift findet sich nebst Anweisungen zu einem gottgefälligen Leben ein Streitgespräch zwischen Engel und Teufel über die sieben Todsünden.
(flr)
Online seit: 2017-12-14
Basel, Universitätsbibliothek, B VI 16
Pergament · 57 ff. · 24-24.5 x 17-17.5 cm · Mitte 14. Jh.
Meister Eckhart: Declarationes auctoritatum nonnullarum sacrae scripturae
Der Codex überliefert in hoher Qualität Auszüge aus nahezu allen bekannten lateinischen Schriften des Dominikaners Meister Eckhart (ca. 1260 – ca. 1328), die insgesamt in nicht mehr als einem guten Dutzend Handschriften greifbar sind. Zwar scheint der Kopist, der vermutlich in den Umkreis des Kölner Dominikanerklosters gehörte, die Auszüge „mechanisch und ohne Verständnis“ (Koch) zusammengestellt zu haben, dies aber doch in hoher Textqualität. Im Jahr 1386 erwarb der westfälische Pfarrer Gottschalk Kamenschede die Handschrift und schenkte sie später dem Basler Kartäuserkloster.
(flr)
Online seit: 2018-06-14
Basel, Universitätsbibliothek, B VI 23
Pergament · 319 ff. · 20.5 x 14.5 cm · 12. Jahrhundert
Iob et Libri sapientiales veteris testamenti
Dieses Manuskript der Septuaginta aus dem 12. Jahrhundert enthält das Buch Hiob und die Weisheitsbücher. In den Marginalien sind liturgische Notizen zur Lesung der Schriften während der Gottesdienste vermerkt. Der Text von Hiob wird auch mit Auszügen aus der Katene des Niketas von Herakleia begleitet. In einer Marginalie findet sich eine mit brauner Tinte ausgeführte Zeichnung, die das Gesicht Christi oder das eines Heiligen darstellt. Zwischen 1435 und 1437 kaufte der Abgesandte des Basler Konzils, Johannes von Ragusa, dieses Manuskript in Konstantinopel, und nach seinem Tod im Jahr 1443 vermachte er es dem Dominikanerkloster in Basel. 1559 wurde es von dort in die Bibliothek der Universität Basel überführt.
(mal)
Online seit: 2025-04-03
Basel, Universitätsbibliothek, B VII 8
Pergament · 193 ff. · 24.5 x 16.5 cm · 13. und 15. Jahrhundert
Bernardina et Pseudo-Bernardina; Stimulus amoris
Der vordere Teil der Pergamenthandschrift wurde im 13., der hintere Teil (ab Bl. CLI) und der Index vorne im 15. Jahrhundert geschrieben. Der Codex enthält neben Texten des Bernhard von Clairvaux und Pseudo-Bernhardina den „Stimulus amoris“. Der ältere Teil ist mit zahlreichen, präzis gemalten Initialen mit einfachen Verzierungen ausgestattet. Der Band gehörte im 15. Jahrhundert zur Bibliothek der Basler Kartause, wobei die Besitzeinträge teilweise auf älteren, ausradierten Einträgen niedergeschrieben wurden.
(stu)
Online seit: 2025-04-03
Basel, Universitätsbibliothek, B VIII 27
Pergament · 309 ff. · 20.5 x 15.5 cm · um 1300
Hugo von Langenstein; Mainauer Naturlehre; Schondoch
Mit der Reimlegende „Martina“ des Hugo von Langenstein sowie dem „Littauer“ des Schondoch überliefert die Handschrift aus der Basler Laienbibliothek zwei Texte aus dem Deutschen Orden. Die „Martina“ ist in dieser Handschrift unikal überliefert und gilt als älteste geistliche Dichtung des Deutschen Ordens überhaupt. Als dritten Text enthält der Codex die „Mainauer Naturlehre“.
(stu)
Online seit: 2017-12-14
Basel, Universitätsbibliothek, B IX 20
Pergament · 216 ff. · 18 x 13.5 cm · 3. Viertel 14. Jahrhundert
Alemannische Vitaspatrum
Die womöglich in Basel entstandene Pergamenthandschrift überliefert die Lebensbeschreibungen der „Alemannischen Vitaspatrum“ in der Anordnung eines nicht identifizierten Peter der Mul. Die Handschrift aus dem 3. Viertel des 14. Jahrhunderts gehörte zur Bibliothek der Laienbrüder der Kartause Basel; sie ist aber aufgrund ihres Alters sicher nicht dort entstanden.
(stu)
Online seit: 2017-09-26
Basel, Universitätsbibliothek, B IX 25
Pergament · 104 ff. · 17 x 13 cm · 14. Jahrhundert
Rudolf von Biberach, Scripta duo
Der grösste Teil der Handschrift wird durch zwei Texte Rudolfs von Biberach – Sermones super cantica sowie De VII itineribus aeternitatis – ausgefüllt. Diese entstanden ursprünglich als separate Teile im 14. Jahrhundert und wurden später in der Kartause Basel, zu deren Bibliothek der Band ab dem 15. Jahrhundert gehörte, in der vorliegenden Form zusammengebunden. Als Nachtrag zum zweiten Text wurde noch im 14. Jahrhundert eine deutsche Übersetzung von De VII gradibus contemplationis ergänzt. Wahrscheinlich erst beim Binden kam auf einem letzten, kopfüber eingebundenen Blatt noch der Anfang des Abstractum-Glossars hinzu, dessen Niederschrift ebenfalls ins 14. Jahrhundert datiert und damit nicht in der Kartause selber erstellt worden sein kann.
(stu)
Online seit: 2017-12-14
Basel, Universitätsbibliothek, B IX 36
Pergament · 290 ff. · 16.5 x 11-11.5 cm · 1479
Kartäuserstatuten
Die im Jahr 1479 durch Johannes Gipsmüller vollendete Handschrift enthält die gesammelten und durch Papst Innozenz anerkannten Consuetudines Ordinis Cartusiensis, die „Gebräuche“ der Kartäusermönche, sowie die zusätzlichen durch die Generalkapitel erarbeiteten Beschlüsse und Verordnungen der Statuta antiqua und der Statuta nova. Dem Band vorgebunden ist eine Darstellung des Martyriums der heiligen Barbara.
(flr)
Online seit: 2017-09-26
Basel, Universitätsbibliothek, B X 1
Pergament · 103 ff. · 17.5-18 x 13 cm · 1. Hälfte 13. Jahrhundert
Thomas de Chabham: Summa poenitentialis
Die an
zahlreichen Stellen dekorativ mit Seidenfaden genähte Handschrift gelangte im
15. Jahrhundert als Schenkung des Johannes Obrest, Kaplan zu St. Martin in
Basel, in die Basler Kartause. Sie enthält neben einigen kurzen Texten
seelsorgerlichen und medizinischen Charakters die Busssumme (Summa poenitentialis) des englischen
Theologen und Subdekans von Salisbury Thomas de Chabham (ca. 1160-1233/36).
(flr)
Online seit: 2017-09-26
Basel, Universitätsbibliothek, B X 8
Pergament · 87 ff. · 15.5-16 x 12-12.5 cm · 14. Jahrhundert
Sammelhandschrift mit Predigtmaterialien
Die aus vier Teilen zusammengesetzte Gebrauchshandschrift überliefert Materialien für die Predigtvorbereitung, darunter ein Verzeichnis an Predigtthemen, ein umfangreiches Legendenkorpus und über 100 Exempla. Die Handschrift weist diverse Gebrauchsspuren auf und hat auf dem Rücken noch ein Titelschild aus der Kartause Basel, in deren Bibliothek sie sich im 15. und 16. Jahrhundert befand.
(stu)
Online seit: 2017-12-14
Basel, Universitätsbibliothek, B X 11
Pergament · 135 ff. · 14.5-15 x 10.5-11 cm · um 1400
Sammelhandschrift (Erbauung)
Der kleinformatige Pergamentband aus der Basler Kartause ist aus drei ursprünglich separaten Faszikeln zusammengesetzt. Der erste ist mit drei Initialen geschmückt (1r, 53r, 58r) und enthält Eckberts von Schönau Stimulus dilectionis sowie Gebete, Busspsalmen und eine Heiligenlitanei. Darauf folgt ein Fragment eines Gebetbuchs, dem sowohl Anfang als auch Ende fehlen; der dritte Teil enthält eine Kompilation aus Bonaventuras Soliloquium und Hugos von St. Victor De vanitate mundi. Auffällig ist der starke Verschmutzungsgrad von Bl. 24-53 (Agenda defunctorum und Busspsalmen), der auf eine ausserordentlich rege Benutzung dieses Teils hinweist.
(mue)
Online seit: 2018-10-04
Basel, Universitätsbibliothek, B X 12
Pergament · 145 ff. · 15.5 x 10.5-11 cm · 2. Hälfte 15. Jahrhundert
Sammelband
Der
Sammelband stammt aus der Bibliothek der Basler Kartause und enthält als ersten
Teil die Orationes et meditationes de vita Christi des
Mystikers Thomas von Kempen (1379-1471), eines wichtigen Vertreters der
Devotio moderna. Schrift und Malerei des Faszikels verweisen
auf eine niederländische Schule. Auf einen gedruckten mittleren Teil folgt eine
Sammlung von lateinischen Bitten und Gebeten.
(flr)
Online seit: 2017-12-14
Basel, Universitätsbibliothek, B X 29
Pergament · 175 ff. · 15 x 11 cm · 13. und 14. Jh.
Sammelhandschrift mit Predigten und Predigtmaterialen
Die Handschrift bestand – so noch heute an der separaten alten Foliierung sichtbar – aus ursprünglich mindestens zwei Büchern. Der erste Teil wurde im 13. Jahrhundert von mehreren einander sehr ähnlichen Händen geschrieben und enthält zahlreiche Sermones unter anderem von Gilbertus Tornacensis und Bonaventura. Der zweite Teil, verfasst von einer Haupthand aus dem 14. Jahrhundert, umfasst eine umfangreiche Sammlung von Exempla unterschiedlicher Herkunft. Die schlichte Handschrift gehörte der Bibliothek der Basler Kartause an, was zahlreiche Besitzeinträge, zwei alte Titelschilder und diverse alte Signatureinträge bekräftigen.
(flr)
Online seit: 2018-12-14
Basel, Universitätsbibliothek, B X 40
Pergament · 26 ff. · 13-13.5 x 10 cm · 14./15 Jh.
Busspsalmen
Das kleinformatige Pergamentbändchen enthält die sieben Busspsalmen sowie drei weitere Psalmen in hebräischer Sprache. Es stammt aus dem Besitz der Familie Amerbach und ging später möglicherweise in die Hände von Johann Buxtorf (dem Älteren?) über. Die Handschrift ist zurückhaltend mit Zierinitialen und Federzeichnungen in den Hohlräumen versehen, der Text ist vokalisiert.
(flr)
Online seit: 2019-12-12
Basel, Universitätsbibliothek, B XI 5
Pergament · 224 ff. · 12.5 x 8.5 cm · Ende des 15. Jahrhunderts
Sammelband (Theologie)
Die kleinformatige,
lateinischsprachige Handschrift aus dem Basler Kartäuserkloster thematisiert
insbesondere die Passion Christi. Das Devotionsbild im vorderen Spiegel greift
das Thema ebenso auf wie die Texte, die beispielsweise von Ludolf von Sachsen,
Bonaventura und Eckbert von Schönau stammen. Der erste Text der Handschrift,
ein umfangreicher Andachtstext De vita et passione Iesu
Christi, wurde möglicherweise vom Basler Kartäuser Heinrich Arnoldi
verfasst.
(stu)
Online seit: 2017-12-14