Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau, Y 28

Dario Binotto, Dörthe Führer, Pauline Jacsont, Mikkel Mangold, Laura Glöckler, Joana Keller, Rudolf Gamper, Katalog der mittelalterlichen Handschriften der Kantonsbibliothek Thurgau, Basel, 2025, S. 84-89.

Per gentile concessione di Schwabe Verlag, Basel, Berlin. Tutti i diritti sono riservati all'editore.
Titolo del codice: Breviarium Constantiense
Luogo di origine: Diözese Konstanz
Datazioni:
  • Teil I: Ende des 11. / erste Hälfte des 12. Jahrhunderts
  • Teil II: 15. Jahrhundert
Segnatura precedente: M.15
Supporto materiale: Pergament
Dimensioni: 364 Blätter
Formato: 29,5–30 × 21–22 cm
Numerazione delle pagine: Moderne Foliierung: A. 1–7. 7a. 8–173. 176–363.
Composizione dei fascicoli: I2 + III7a + 33 IV273 + 2 III285 + 9 IV357 + (IV-2)363. Bei der im 15. Jh. erfolgten Neubindung der Hs. wurden neue Lagen eingefügt (Bl. 315, 186257, 350363) sowie ein einzelnes Doppelblatt (Bl. 16 /23). In der letzten Lage wurden zwischen Bl. 362 /363 zwei Blätter herausgeschnitten. Reklamanten: Bl. 193v249v Reklamanten des 15. Jhs.
Condizione: Feuchtigkeitsflecken, abgerissene Ränder (z. B. Bl. 328330, 332334, 347), herausgeschnittene Ränder (Bl. 96, 337339); Pergamentlöcher oft genäht, teils nur Nadellöcher sichtbar (z. B. Bl. 173, 269), teils mit Fäden (z. B. Bl. 114, 266); Schäden am Pergament teils genäht (Bl. 275 mit blauem, Bl. 307 mit weissem Garn), teils ganze Pergamentstreifen angenäht (Bl. 123, 288, 305 mit blauem, grünem, gelbem, rotem, violettem Faden; weisser Faden neu, vgl. Restaurierungsbericht; auf Bl. 96 lediglich Nadellöcher sichtbar).
2005 restauriert von Martin Strebel (Hunzenschwil), Protokoll liegt vor.
Disposizione della pagina:
  • Teil I (Bl. 1r2v, 17r22v, 24r185v, 258r349v, Ende des 11. / erste Hälfte des 12. Jhs.): Liniierung und Begrenzung des Schriftraums durch Blindlinien, selten Punktierung sichtbar (z. B. Bl. 7478); 23,5–25,5 × 17,5–19, zweispaltig (8–9), 34–36 Zeilen.
  • Teil 2 (Bl. 3r16v, 23r23v, 186r257v, 350r363v): Liniierung und Begrenzung des Schriftraums mit Tinte, keine Punktierung vorhanden; Schriftraum 22,5–24 × 14,5–16,5, zweispaltig (7–8), 39–42 Zeilen, Bl. 350363 Schriftraum 22–26,5 × 15, 37 Zeilen; Bl. 3r–7av Kalendar, Liniierung und Begrenzung der Spalten mit Tinte, Zählung der Monatstage sowie die Hochfeste in Rot.
Tipo di scrittura e mani:
  • Teil I (Bl. 1r2v, 17r22v, 24r185v, 258r349v): Karolingische Minuskel des endenden 11. / der ersten Hälfte des 12. Jhs.
  • Teil II (Bl. 3r16v, 23r23v, 186r257v, 350r363v): Textualis formata. Rote Überschriften und liturgische Anweisungen, Satzanfänge rubriziert.
Notazione musicale:
  • Teil I: Neumen über Antiphonen, Responsorien und Versikeln (in kleinerer Schrift), teils fortgeführt in den Seitenrand, dort auch Angabe modaler Tonleitern (oft in Rot nummeriert zwischen I und VIII). 85v, 87r, 89r in den Klageliedern des Jeremias Zeichen zur Silbenbetonung und zu melodischem Satzende.
  • Teil II: Bl. 350r362r Hufnagelnotation auf fünf roten Linien.
Decorazione:
  • Teil I: Rote Überschriften. In neumierten Passagen einzeilige schwarze Unzialbuchstaben mit rotem Binnenraum, 1–2zeilige rote Unzialbuchstaben bei neuen Absätzen oder Abschnitten; 2–4zeilige rote Unzialbuchstaben am Anfang einer neuen Messe, teils mit Punktverdickungen und Silhouettenornamenten (37va, 72va, 137vb, 143va, 268va, 294rb); Bl. 21va, 90vb (siehe ‹Nachträge›), 327rb, 333ra 4-respektive 5zeilig mit anschliessender schwarzer Auszeichnungsschrift.
  • Teil II: 1–2zeilige rote Lombarden bei neuen Absätzen oder Abschnitten, teils mit Konturbegleitstrichen und Punktverdickungen. 3zeilige rote Lombarden am Anfang einer neuen Messe, teils mit Konturbegleitstrichen und Punktverdickungen, auf 356v blau.
Aggiunte: In Teil 1 äusserst selten Korrekturen von der Hand des Schreibers, z. B. 55va, 342ra (Rasur); in Teil 2 wenige Korrekturen von der Hand des Schreibers, z. B. 11ra, 12vb, 13rb, 192ra, 357v, 359v. Gelegentlich Korrekturen spätmittelalterlicher Hände, z. B. 6r, 83rb, 94va, 144rb. Zahlreiche kürzere liturgische Nachträge von mehreren Händen etwa ab der Mitte des 13. (vgl. z. B. 20v, 119r, 262r, 274v, 297v, 343r) bis hin zur Mitte des 15. Jhs. (vgl. z. B. 25v, 70r, 79v, 115rb, 183vb, 259vb, 272v, 311r, 313v, 336v, 344v), wobei diese Einträge oft durch Rasur getilgt wurden, z. B. 21r, 40r, 176r, 282r, 292r. In diesen Zeitraum fällt auch auf Bl. 90vb die Ergänzung einer 4zeiligen blauen Initiale mit rotem Binnen- und Besatzfleuronné aus Knospen (mit grünen Kernen) und Fäden. Nachdem die Lagen des 15. Jhs. hinzugefügt wurden, finden sich mehrere Hände der zweiten Hälfte des 15. Jhs. mit kleineren liturgischen Nachträgen (z. B. 3r, 19v, 36ra, 62r, 82r, 118r, 304v, 320r), darunter auch die Hand Heinrichs Tettikofers, z. B. auf Bl. 257vb (siehe ‹Besitzer› und Inhaltsangabe) oder auf Bl. 6v zum Tode Rudolf Tettikofers (obiit dominus Ruodolffuss Tectigkoffer 1462). Wohl von anderer Hand des letzten Viertels des 15. Jhs. stammen die chronikalischen Einträge auf Bl. 362v. Von der Hand Ulrich Werntzs auf Bl. 257va eine Notiz aus dem Jahre 1497 (siehe Inhaltsangabe). Von einer Hand des 18./19. Jhs. auf Bl. 362r: Scriptura antiquior huius codici est circiter septingentorum annorum. 143r, 147v Markierungen von Bleistift und/oder Griffel.
Legatura:
  • Mit gelbbraunem Leder bezogene Holzdeckel, 15. Jh., Kanten abgerundet, leichter Wurmfrass. Spuren des Leders eines älteren Einbandes erkennbar auf 1r, 363v. Streicheisenlinien. Auf dem Rückdeckel vier Metallbuckel, davon drei noch am ursprünglichen Ort. An den vier Ecken des Vorderdeckels sowie hinten mittig und in einer Ecke Spuren von Buckelbeschlägen, auf dem Vorderdeckel mittig ein Supralibros: Kreuzlingen, Wegmann, Exlibris Nr. 4108. Ursprünglich zwei nach hinten greifende Langriemenschliessen (Abdrücke auf vorderem und hinterem Deckel), dann zu einer von hinten greifender Langriemenschliesse umfunktioniert, wobei der inzwischen verlorene Lederriemen hinten mit einem der Buckel befestigt und die sich ursprünglich auf dem hinteren Deckel befindende Schliesse auf dem Vorderdeckel mittig angebracht wurde. Kapitale mit braunen Lederriemen umstochen, restauriert.
  • Ehemalige Spiegelblätter Bl. A, 364 (neu mit Japanpapier am Deckel befestigt, zuvor wohl noch teils mit dem Deckel verklebt, vgl. Restaurierungsbericht); beides Fragmente in karolingischer Minuskel, Ende 9./10. Jh. (Ps 77,39–51 iuxta Septuagintam). Bl. 317 Pergamentsignakel. Auf dem Rücken oben Reste einer Etikette des 17./18. Jhs.: Breviarium MS D, überlagert von zeitgleichem Abklatsch; unten blau gerahmtes Signaturschild aus Papier, überklebt durch ein schwarz gerahmtes: Y 28, Kant.-Bibliothek Thurgau.
Materiale addizionale: Eingelegt zwischen Bl. 314/315 wurde ein Zettelchen mit Schrift des 16. Jhs. gefunden (FRG Y 28), wohl Lesezeichen.
Contenuto:
  • Ar-Av Psalm, Fragment (ehemaliges Spiegelblatt, siehe ‹Einband›).
  • 1ra2vb Proprium de tempore. Fragmentarisch. Freitag der 1. Adventswoche – Mittwoch der 2. Adventswoche //tis Syon et ubi invocatus est nubem per diem …–… et erit in die illa omnis locus ubi fuerint//.
  • 3ra7avb Kalendar. 15. Jh. Merkverse über die ägyptischen Tage (Walther, Carmina, 13060a), Sonnen- und Mondtage, Sonntagsbuchstaben, Kalenden, Iden, Nonen, Heiligenfeste. Bemerkenswert: Gebhard (27. Aug., rot), Dedicatio ecclesiae Constantiensis (9. Sept., rot), Fides (6. Okt.), Gallus (16. Okt., rot), Othmar (16. Nov., rot), Konrad (26. Nov., rot).
  • 8ra16vb Proprium de tempore. 15. Jh., 1. Sonntag im Advent – Freitag der vierten Adventswoche. >In adventu domini dominica prima responsorium< Ecce dies venient dicit dominus …–… sed cum filius esset repletus spiritu sancto replevit et matrem.
  • 17ra183vb Proprium de tempore. Samstag vor Weihnachten – 25. Sonntag nach der Pfingstoktav (Sonntag vor Advent). Beginnt mit dem fragmentarischen Ende des Freitags vor dem vierten Advent //Exultavit Iohannes, exultavit et Marię spiritus >Sabbato. Secundum Lucam<. Anno quinto decimo imperii Tyberii cesaris …–… hic est vere propheta qui venturus est in mundum. 21va Weihnachten, 32vb Epiphanie, 81va Palmsonntag, 87r Karfreitag, 90vb Ostersonntag (mit Osterspiel auf Bl. 91v, vgl. Brooks, S. 298; Lipphardt, S. 308f.), 112ra Pfingsten.
  • 183vb185vb Proprium de sanctis. Silvester (31. Dez.) und Sebastian (20. Jan.). >In nativitate sancti Silvestri pape. Ad vesperas antiphona< >Resp.< Iuravit dominus …–… Beatissima Martha collegit sanguinem // Fortsetzung folgt auf Bl. 258ra.
  • 186ra254ra Proprium de sanctis. 15. Jh. Weitgehend Proprium de sanctis, ab und an Ergänzungen zum Proprium de tempore. Thomas Becket (29. Dez.) – Jodok (13. Dez.). >Sequitur de sancto Thoma Cantuaryesse archiepiscopo antiphona< Felix locus in quo Thome viget memoria …–… fac ut celestis agni admictamur epulas. 188rb Conversio Pauli (mit AH 2 Nr. 58,4 und 6), 191ra Purificatio BMV, 192ra Dorothea (192rb mit AH 52 Nr. 33), 198rb Commune de tempore pascali, 200vb Dornenkrone (mit AH 52 Nr. 12, mit zusätzlichen Strophen), 203rb Apparitio Michaelis, 212ra Corpus Christi (mit 212rb AH 50 Nr. 386, 212va Nr. 387, 213ra Nr. 388ra), 219vb Visitatio BMV (mit 220ra AH 52 Nr. 42, 220rb Nr. 43, 222va Nr. 44), 227vb Anna (mit 228ra AH 52 Nr. 101), 229ra Nativitas BMV, 230va Martha (mit AH 52 Nr. 291), 235ra Gebhard, 239vb Fides (mit 240ra AH 11 Nr. 222,1–4, Ende abweichend), 243vb Othmar, 244va Elisabeth (mit 244vb AH 51 Nr. 182,1–4), 246rb Katharina (mit AH 52 Nr. 248), 249ra Conceptio BMV (mit 249rb AH 51 Nr. 125, 249va Nr. 122 [abweichende Fassung], 249vb AH 27 Nr. 82 II, 4–6,15).
  • 254rb257rb leer.
  • 257va–257vb Nachträge von mindestens zwei Händen des 15. Jhs. 257va ein Hymnus (AH 28 Nr. 90) und ein Gebet: Deus qui sanctorum virginum meritis fortiora virorum actibus operaris Sodann spätere Notizen: Zuerst 257vb von der Hand Heinrich Tettikofers: Ego Hainricus de Tettikoffen canonicus sancte Iohannis et rector in Gúttingen ecclesiarum dedi sex florenos ex parte subsidii Ottoni episcopi Constantiensi anno mcccclxxvii jar. Item Iohannes de Tettikoffen civis Constantiensis frater meus recepit uxorem sex annos ante Hermannum de Tettikoffen in Lindow civis ibidem. Wenig später von jüngerer Hand unten in 257va: Ego d. Udalricus Werntz de Constancia fui vicarius in Guittingen anno domini 1497 sub eximio viro ac domino domino [sic] Burckardo Tettikoffer de Constantia fuit verus (?) recte ibidem. Ego Udalricus Werntz dedi sibi annuatim centum aureos. Vgl. hierzu Bruckner, Scriptoria 10, S. 46.
  • 258ra315ra Proprium de sanctis. Sebastian (20. Jan.) – Thomas Ap. (21. Dez.). Fortsetzung von Bl. 185vb // mariti et filiorum caput suum et faciem liniebat …–… omni dubitatione postposita in fide solidatur. Unter anderem: 264ra Kathedra Petri, 265vb Gregor d. Gr. (mit Reimoffizium, AH 5 Nr. 64), 267ra Annuntiatio BMV, 279ra Ulrich, 280rb Maria Magdalena (vgl. mit AH 28 Nr. 10), 285va Afra (mit AH 50 Nr. 247), 289vb Assumptio BMV, 294ra Pelagius, 296va Nativitas BMV, 303ra Gallus, 305vb Allerheiligen, 308va Othmar, 311ra Konrad.
  • 315ra326ra Commune sanctorum. >De apostolis. In ev[angelio] antiphona< Hoc est preceptum. Ecce ego mitto vos sicut oves in medio luporum …–… et docuerit sic homines minimus vocabitur in regno celorum. 315ra Apostel, 316vb Evangelisten, 317va Märtyrer, 322ra Bekenner, 324va Jungfrauen.
  • 326ra327rb Dedicatio ecclesiae. >In dedicatione ęcclesię< >Antiphona< O quam metuendus est locus iste >Invitatorium<. Exultemus domino regi summo qui suum sanctificavit tabernaculum …–… hodie huic domui salus a deo facta est. Alleluia.
  • 327rb332vb Capitula. Capitula für die Offizien des Tages, teils mit Responsorien und Versikeln. >Cap[itula]. De adventu d[omini]< Deus pacis sanctificet vos per omnia et integer …–… >Versiculum<. Domine dilexi decorem. 327rb De tempore, 330va De sanctis, 332ra Commune sanctorum, 332vb Dedicatio ecclesiae.
  • 332vb346rb Collectae. >Dominica. i. In adventu domini< Excita quesumus domine potentiam tuam …–… Misera me. >Versiculum<. Domine deus noster. 333ra De tempore, 338va Pro peccatoribus, 339rb Orationes cottidianae, 339va Orationes matutinales, orationes vespertinales, 339vb Orationes de sanctis, 344va Proprium de sanctis. 345rb Dedicatio ecclesiae, 345va De BMV, De omnibus sanctis, 345va Preces in quadragesima, 345vb Preces [diversae].
  • 346va349vb Hymni. >In adventu domini< Conditor alme syderum ęterna lux credentium …–… cum quibus regnas deus unus omni iugiter evo. Amen. 346va Advent (AH 51 Nr. 47–49), 346va Weihnachten (AH 2 Nr. 21, AH 50 Nr. 71; Bl. 347ra AH 51 Nr. 50, AH 50 Nr. 53, 1–7 [mit abweichendem Ende]), 347rb De sancto Stephano (AH 14 Nr. 13, AH 48 Nr. 79), Johannes Ev. (AH 51 Nr. 106), 347va Innocentes (AH 50 Nr. 28, Nr. 25), 347vb Epiphanie (AH 50 Nr. 53, 8, 9, 11, 13 [mit abweichendem Ende]; AH 51 Nr. 52), 348ra Purificatio BMV (AH 50 Nr. 155), Annuntiatio BMV (AH 51 Nr. 123; Bl. 348rb AH 27 Nr. 82 II,4–6), 348rb Septuagesima (AH 53 Nr. 34; Bl. 348va AH 52 Nr. 2, AH 51 Nr. 55; Bl. 348vb AH 51 Nr. 22, Nr. 57; Bl. 349ra AH 51 Nr. 54, Nr. 73, Nr. 60; Bl. 349rb AH 51 Nr. 58), 349rb Passio domini (AH 2 Nr. 42,1,3–8; AH 51 Nr. 71, 1–4; Bl. 349va AH 51 Nr. 72), 349va Ostern (AH 51 Nr. 83, Bl. 349vb AH 2 Nr. 131, AH 51 Nr. 85).
  • 350r362r Hymni. 15. Jh. Anfang verloren, wohl durch Lagenverlust. // vasculum omnes ex eo bibite …–… ut te solum semper omni diligamus tempore. 350r Corpus Christi (AH 50 Nr. 387, fragmentarisch), Maria Magdalena (AH 51 Nr. 174), Visitatio BMV (AH 52 Nr. 42), Anna (AH 52 Nr. 102), 350v Johannes der Täufer (AH 50 Nr. 96 [mit abweichendem Ende]), 351r [Petrus und Paulus] (AH 51 Nr. 188), Jakobus (AH 16 Nr. 278), 351v Laurentius (AH 51 Nr. 172), Assumptio BMV (AH 50 Nr. 72), 352r Johannes der Täufer (AH 27 Nr. 137,6–8), Pelagius (AH 52 Nr. 324), Gebhard (AH 52 Nr. 201), 352v Verena (AH 52 Nr. 374), Nativitas BMV (AH 51 Nr. 125), 353r Felix und Regula (AH 52 Nr. 188), Mauritius (AH 51 Nr. 178), 353v Michael (AH 50 Nr. 146), Gallus (AH 50 Nr. 123,1–7,10), 354r 11000 Jungfrauen (AH 4 Nr. 470), 354r Allerheiligen (AH 50 Nr. 228; Bl. 354v AH 51 Nr. 130), 354v Martin (AH 27 Nr. 154), Katharina (AH 52 Nr. 248), 355r Konrad (AH 52 Nr. 163), 355v Andreas (AH 51 Nr. 140), 356r Nikolaus (AH 51 Nr. 184), Barbara (AH 52 Nr. 121), 356v Dedicatio ecclesiae (AH 2 Nr. 93,1–9), 357r Commune sanctorum (AH 51 Nr. 108, Nr. 114a; Bl. 357v AH 51 Nr. 118, AH 2 Nr. 104), 358r De tempore (AH 51 Nr. 40, AH 50 Nr. 7), Osterwoche (AH 51 Nr. 72, AH 50 Nr. 66; Bl. 360r AH 50 Nr. 31,1–5,9–12; 361r AH 50 Nr. 183,1,2, 4–10).
  • 362v Notae historicae. Nachtrag. Zwei kurze chronikalische Notizen zum Fest des heiligen Matthäus in den Jahren 1480 und 1490. Danach eine längere Notiz zum Rorschacher Klosterbruch von 1489 und zu den Bedingungen im Friedensschluss des Folgejahrs. Item anno domini mcccclxxx fuit festum Mathie feria quarta …–… ex quo dominus abbas Volricus Roesch de Wangun fuit principalis in (?) istis.
  • 363r363v leer.
  • 364r364v Psalmen. Fragment (ehemals Spiegelblatt, siehe ‹Einband›).
Provenienza del manoscritto:
  • Ab dem 15. Jh. Eigentum der Kirche von Güttingen aus einer Schenkung der Tettikofer, vgl. Bl. 362r: Liber iste perpetuis temporibus pertinet rectori in Gúttingen ex fundatione nostra de Tettikoff[en]. Da die Tettikofer bereits in der ersten Hälfte des 15. Jhs. als Kirchherren belegt sind, könnte die Schenkung bereits damals erfolgt sein. Spätestens 1477 im Besitz Heinrich Tettikofers, 1497 in jenem von Ulrich Werntz als Stellvertreter Burkhard Tettikofers.
  • 1554 gelangte die Kirche von Güttingen in das Eigentum des Augustiner-Chorherrenstifts Kreuzlingen, damit wohl auch die Hss. (vgl. hierzu Bruckner, S. 46). Nachweislich ebendort um das Jahr 1700 (Supralibros, siehe ‹Einband›).
Acquisizione del manoscritto: Spätestens seit 1858 unter der Signatur M.15 in der Kantonsbibliothek Thurgau, vgl. Katalog (siehe ‹Literatur›).
Bibliografia:
  • Katalog 1858, S. 91;
  • Katalog 1886, S. 152, 248;
  • Bruckner, Scriptoria 10, S. 46f.;
  • Neil C. Brooks, Neue lateinische Osterfeiern, in: Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur 50 (1908), S. 298;
  • Walther Lipphardt, Lateinische Osterfeiern und Osterspiele, Teil 2, Berlin/New York 1976, S. 308f.