<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"
	version="5.1"
	xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"
	xmlns:xi="http://www.w3.org/2001/XInclude"
	xsi:schemaLocation="http://www.tei-c.org/ns/1.0 ../xsd/TEI-P5/1.7/tei-p5-e-codices_1.7.xsd"
	xml:lang="deu"
	xml:id="eCod_laai-E-10-02-01-01_Rechtsquellen"
	xml:base="http://www.e-codices.unifr.ch/en/description/laai/E-10-02-01-01/Rechtsquellen">
	<teiHeader>
		<fileDesc>
			<titleStmt>
				<title>«Silbernes Landbuch»</title>
			</titleStmt>
			<editionStmt>
				<edition>Elektronische Version nach TEI P5.1</edition>
				<respStmt>
					<resp>Konvertierung nach TEI: <persName>Marina Bernasconi</persName>
						<date when="2015-10-20">20.10.2015</date>
					</resp>
					<name>e-codices - Virtual Manuscript Library of Switzerland</name>
				</respStmt>
			</editionStmt>
			<publicationStmt>
				<publisher>e-codices - Virtual Manuscript Library of Switzerland</publisher>
				<availability status="restricted" n="cc-by">
					<licence target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/">
						<p>Creative Commons Attribution 3.0 Unported (CC BY 3.0)</p>
					</licence>
				</availability>
							</publicationStmt>
			<sourceDesc>
				<msDesc xml:id="llai-E-10-02-01-01_Rechtsquellen" xml:lang="deu">
					<msIdentifier>
						<settlement>Appenzell</settlement>
						<repository>Landesarchiv Appenzell I. Rh.</repository>
						<idno>E.10.02.01.01</idno>
					</msIdentifier>
					<head>
						<title>«Silbernes Landbuch»</title>
						<origPlace>Appenzell</origPlace>
						<origDate notBefore="1585" notAfter="1585">1585</origDate>
					</head>
					<msContents>
						<textLang mainLang="deu">Deutsch</textLang>
						<msItem>
							<title>Inhalt der 6 Papierseiten:</title>
								<msItem>
									<locus from="V2r">fol. IIr</locus>
									<note>farbige, nicht ganz fertig gestellte Darstellung von Szenen aus dem Leben Christi.</note>
								</msItem>
							<msItem>
							<locus from="V2v">fol. IIv</locus>
							<note>Kurzbiografien von fünf Landschreibern, stark beschädigt.</note>
						</msItem>
						<msItem>
							<locus from="V3r" to="V4v">fol. IIIr-IVv</locus>
							<note>Inhaltsübersicht zu den Satzungen, mit Monogramm und Wappen von Landschreiber <persName>Konrad Wyser</persName> und Maler <persName role="illuminator">Jakob Girtanner</persName> (vermutlich Ausmalungen der Randleisten).</note>
						</msItem> 
						<msItem>
							<locus from="V5r" to="V5v">fol. Vr-v</locus>
							<note>Einträge von späterer Hand, die auf nachgetragene Satzungen verweisen sowie Bussbeträge bei Verstössen gegen Spielverbote.</note>
						</msItem>
						</msItem>
						<msItem>
							<title>Inhalt der 68 Pergamentblätter mit folgenden wichtigsten Teilen:</title>
							<msItem>
								<locus from="3r" to="6v">fol. 3r-6v</locus>
								<note>Vorrede.</note>
							</msItem>
							<msItem>
								<locus from="7r" to="8v">fol. 7r-8v</locus>
								<note>Belehrung über den Meineid, Eid des Landammanns und der Landleute.</note>
							</msItem>
							<msItem>
								<locus from="12r" to="22v">fol. 12r-22v</locus>
								<note>Normen zur Friedenssicherung und Bestrafung von Delinquenten (Art. 1-55).</note>
							</msItem> 
							<msItem>
								<locus from="24v" to="26r">fol. 24v-26r</locus>
								<note>Bestimmungen zum Gültwesen (Art. 64-73).</note>
							</msItem>
							<msItem>
								<locus from="28r" to="33v">fol. 28r-33v</locus>
								<note>Bestimmungen über das Erbrecht (Art. 88-120)</note>
							</msItem> 
							<msItem>
								<locus from="45v" to="50v">fol. 45v-50v</locus>
								<note>Normen zu Konflikten um landwirtschaftlichen Besitz und Nutzungsrechte (Art. 146-162).</note>
							</msItem>
						</msItem>
					</msContents>
					<physDesc>
						<objectDesc form="codex">
							<supportDesc material="perg">
								<support>Pergament</support>
								<extent>
									<measure type="leavesCount">86 Pergamentblätter, zudem voraus heute 6 Papierseiten. </measure>
									<measure type="pageDimensions" n="28 x 31 cm">28 x 31 cm</measure>
								</extent>
								<foliation>Die Papierseiten wurden von späterer Hand mit Bleistift mit römischen Ziffern versehen (fol. I-XI). Die Pergamentblätter sind mit Tinte und arabischen Ziffern foliiert.</foliation>
								<condition>
									<p>Ursprünglich waren vier einzelne, farbige Miniaturen von <persName role="illuminator">Jakob Girtanner</persName> auf Papier in den Band eingebunden, die bei der Buchrestaurierung <date>1957</date> entfernt und seither separat aufbewahrt werden (Fragmente fol. <locus from="fragment%201r">1r</locus>-<locus from="fragment%202v">2v</locus>). Die ursprüngliche Standort der Fragmente lässt sich nicht mehr eindeutig feststellen. Vermutlich waren sie der Darstellung mit Szenen aus dem Leben Christi (<locus from="V2r">fol. IIr</locus>) vorgeordnet.</p>
									<p>Der Band wurde vermutlich <date>1646</date> neu gebunden: Landschreiber <persName>Bartholomäus Neff</persName> liess neue Bestimmungen zum Ehebruch unmittelbar beim alten Artikel (fol. <locus from="36v">36v</locus>) einbinden. Anlässlich dieser neuen Bindung, oder auch später, wurden die Lagen an den oberen und seitlichen Rändern beschnitten, was zum Teil auch Satzungen beschädigte.</p>
									<p>Das «Silberne Landbuch» weist starke physische Gebrauchsspuren auf. Vor allem die unteren Ecken der ersten Seiten sind vom Blättern beschmutzt und abgenutzt. Auch ist die Tinte teilweise verblasst oder abgeblättert. Besonders beschädigt sind die Seiten mit der Eidesbelehrung und den Eidesformeln (fol. <locus from="7r" to="9v">7-9</locus>): Das Landbuch wurde bis <date>1962</date> für die Verlesung der Eidesformeln bei Wind und Wetter an die Landsgemeinde mitgetragen. Seither ist zum Schutz des Landbuches eine Attrappe in Gebrauch.</p>
								</condition>
							</supportDesc>
							<layoutDesc>
								<layout columns="1">Die ersten Seiten bis etwas fol. <locus from="61v">61v</locus> sind sehr einheitlich gestaltet. Die einzelnen Artikel sind durch Leerräume voneinander getrennt, teilweise tragen die Bestimmungen Titel. Allerdings gibt es zu Beginn nur wenig Platz für Nachträge. Ab fol. <locus from="62r">62r</locus> fehlt die Einheitlichkeit teilweise, es wechseln sich mehrere Hände ab. Ab fol. <locus from="75v">75v</locus> folgen nach <date>1585</date> entstandene Beschlüsse von anderen Landschreibern.
								</layout>
							</layoutDesc>
						</objectDesc>
						<handDesc>
							<handNote>Mutmasslicher Verfasser des Bandes ist <persName role="scribe">Konrad Wyser</persName>, der von <date>1579</date> bis <date>1587</date> als Landschreiber amtete. Ein Teil der Titel stammt von Wyser selber, der das Werk womöglich nicht fertigstellen konnte. Weitere Titel stammen von den Landschreibern <persName role="scribe">Achatius Wyser</persName>, <persName role="scribe">Bartholomäus Neff</persName>, <persName role="scribe">Bartholomäus Weger</persName> und <persName role="scribe">Ulrich Neff</persName>. Mehrere Schreiberhände sind unbekannt</handNote>
						</handDesc>
						<decoDesc>
							<decoNote>Das ganze Landbuch ist mit verschiedenfarbigen kalligraphisch verzierten Initialen versehen, die vermutlich von Landschreiber <persName role="illuminator">Konrad Wyser</persName> selber gemalt wurden. Zudem hat Wyser einzelne Worte in Farbe und mit einer breiteren Feder notiert sowie einzelne Begriffe oder Textpassagen farbig unterstrichen.</decoNote>
							<decoNote>Besonders auffällig sind die heute separat aufbewahrten Blätter mit Miniaturen: Zwei Miniaturen zeigen die Wappenpyramide, im einen Fall oben Samson samt dem Löwen in einer Burgenlandschaft (<locus from="fragment%201r">Fragment fol. 1r</locus>), im anderen Fall Maria samt Jesuskind, St. Mauritius und der Taufe Christ im Hintergrund (<locus from="fragment%202r">Fragment fol. 2r</locus>). Die beiden anderen zeigen eine Ansicht des Appenzellerlandes (<locus from="fragment%201v">Fragment fol. 1v</locus>) sowie die Schlacht am <placeName>Stoss</placeName> <date>1405</date> mit der Ueli-Rotach-Szene (<locus from="fragment%202v">Fragment fol. 2v</locus>). Das ganze Bildprogramm weist gegenreformatorische Züge auf.</decoNote>	
						</decoDesc>
						<additions> <p>Über den ganzen Band gibt es Nachträge von anderer Hand, besonders von <persName>Achatius Wyser</persName>. Die Zählung der Artikel am Blattrand bei den Titeln ist erst später, nach <persName>Achatius Wysers</persName> Einträgen angebracht worden.</p>
							<p>Über den ganzen Band gibt es Nachträge von späteren Landschreibern, was darauf verweist, dass das «Silberne Landbuch» als stets gültig gehaltenes Gesetzbuch in täglichem Gebrauch war. Der letzte Nachtrag wurde anfangs 19. Jahrhundert angebracht: ein <date>um 1810</date> erlassenes, an der Landsgemeinde zu verlesendes Mandat (fol. <locus from="84r" to="88r">84v-88r</locus>).</p>
						</additions>
						<bindingDesc>
							<binding notBefore="1646" notAfter="1646">
								<p>Der Band wurde im Zuge der neuen <locus from="Vorderseite">Bindung</locus> <date>1646</date> neu eingefasst mit silbernen Beschlägen versehen, die dem Landbuch den heutigen Namen gaben.
								</p>
							</binding>
						</bindingDesc>
						<accMat></accMat>
					</physDesc>
					<history>
						<origin><p>Erste Vorarbeiten zum «Silbernen Landbuch» erfolgten <date>ab 1567</date>, ein Jahr nach dem man mit der Ablösung des Todfalls für 5000 Gulden das letzte Herrschaftsrecht des Abtes von <placeName>St. Gallen</placeName> abschütteln konnte. Als Grundlagen für das neue Werk dienten das <ref type="crossRef" target="http://www.ssrq-sds-fds.ch/teiviewer/">ältere Landbuch</ref> sowie Mandatenbücher, in denen Vermerke bei Artikeln anzeigen, dass Satzungen in modifizierter oder bestehender Form in das neue Landbuch übernommen werden sollten. <date>1585</date> wurde für die Fertigstellung schliesslich eine achtköpfige Kommission eingesetzt, die sich vorwiegend aus den katholisch geprägten inneren Rhoden rekrutierte, was der ganzen Arbeit ein gegenreformatorisches Gepräge gab.</p></origin>
							</history>
					<additional>
						<adminInfo>
							<recordHist>
								<source>
									<bibl type="edited">Beschreibung bearbeitet für das Internet von Sandro Frefel, <date>2015</date>; auf der Grundlage von Die Rechtsquellen der Kantone Appenzell. Erster Band: Appenzeller Landbücher, bearb. v. Nathalie Büsser, Basel 2009, S. XXXIX-XLIX.
									</bibl>
								</source>
							</recordHist>
						</adminInfo>
						<listBibl>
								<bibl><hi rend="small-caps">Fischer</hi> Rainald, Die Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Innerrhoden, Basel 1984, S. 313f.</bibl>
								<bibl><hi rend="small-caps">Bischofberger</hi> Hermann, Rechtsarchäologie und Rechtliche Volkskunde des eidgenössischen Standes Appenzell Innerrhoden, Appenzell 1999, S. 57ff.</bibl>
								<bibl>Die Rechtsquellen der Kantone Appenzell. Erster Band: Appenzeller Landbücher, bearb. v. Nathalie <hi rend="small-caps">Büsser</hi>, Basel 2009, S. XXXIX-XLIX.</bibl>
								<bibl><hi rend="small-caps">Büsser</hi> Nathalie, Das «Silberne Landbuch», in: Zeitzeugnisse. Appenzeller Geschichten in Wort und Bild, Herisau 2013, S. 18f.</bibl>
							</listBibl>
					</additional>
				</msDesc>
			</sourceDesc>
		</fileDesc>
		<!--
		<revisionDesc>
			<change who="" when=""></change>
		</revisionDesc>
		-->
	</teiHeader>
	<text>
		<body>
			<p></p>
		</body>
	</text>
</TEI>
