Die Sammlung mit deutschsprachigen Legenden, Predigten und einer kleinen Marienmirakelsammlung ist Ende des 14. Jahrhunderts im ostalemannischen Sprachraum entstanden. Die meisten Legenden gehen auf die deutschsprachige Textfassung zurück, die dem Zürcher Dominikaner Marquard Biberli (ca. 1265 - ca. 1330) zugeschrieben wird und die sonst nur noch in der Solothurner Handschrift S 451 überliefert ist. Der Band wurde spätestens im 15. Jahrhundert aus zwei ursprünglich selbstständigen Einheiten, die jeweils von einem Schreiber geschrieben wurden, zusammengebunden. Die mittelalterliche Provenienz des Bandes ist unbekannt; im 18. Jahrhundert gehörte er in die „Bibliotheca Bruckeriana“ (wahrscheinlich Johann Heinrich Brucker, 1725-1754) und wurde 1808 von der Universitätsbibliothek gekauft.
Online seit: 11.12.2025
Die medizinische Sammelhandschrift enthält unter anderem eine Abschrift des Antidotarium Magnum, eines umfangreichen Kompendiums medizinischer Rezepte, das auf Initiative des Constantinus Africanus in Monte Cassino entstand. Ungewöhnlich an der Abschrift ist insbesondere die Ausstattung mit 22 grossformatigen, ornamentierten und historisierten Initialen.
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Die Sammelhandschrift, die unter anderem ein deutsches Plenar sowie den Traktat „Gegen den Eigenbesitz im Kloster“ des Heinrich von Langenstein überliefert, wurde wahrscheinlich erst im ausgehenden 15. Jahrhundert in der Kartause Basel zusammengebunden und dort in der Bibliothek der Laienbrüder aufgestellt. Alle Teile der Handschrift wurden im alemannischen Sprachraum geschrieben, Teil 2 wahrscheinlich im Elsass. Die Handschrift enthält Nachträge vom Bader der Kartause, einem Konversen namens Melcher, der unter anderem Hinweise zu einem eigentlich geplanten, aber nicht ausgeführten Zyklus von Apostelbildern niederschrieb.
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Die Handschrift enthält De disciplina scolarium des Ps. Boethius und De compositis verbis des Johannes de Garlandia, beide mit Kommentaren und Ergänzungen. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts geschrieben, ein Teil ist auf 1498 datiert. Das Buch wurde von mehreren Besitzern benutzt, die zahlreiche Zusätze und Korrekturen anbrachten, darunter auch einfache Federzeichnungen, Versproben und Namen von Schülern. Im frühen 16. Jahrhundert gehörte der Band zur Bibliothek der Kartause Basel, von wo aus es nach der Reformation in die Universitätsbibliothek Basel kam.
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